Interview mit Vema-Vorstand

Johannes Neder: „Bei der Vema geht es nicht darum, einen Exit vorzubereiten“

Warum beteiligt sich die Vema an der BCA? Im procontra-Interview spricht Vema-Vorstand Johannes Neder über Private-Equity-Druck und Lock-in-Risiken für Makler. In der Altersvorsorgereform sieht Neder eine große Chance, wenn Makler künftig stärker in Richtung Investment und Ruhestandsplanung denken.

Johannes Neder

Dr. Johannes Neder, stv. Vorstandsvorsitzender seit 2026 bei der Maklergenossenschaft Vema | Quelle: Vema

Neder: Im Kern ist der Hintergrund relativ einfach: Jeder Makler muss sich heute fragen, was sein Geschäftsmodell langfristig gefährden kann. Eine Gefahr sehe ich darin, dass durch Plattformen und Verbünde sogenannte Lock-in-Effekte entstehen. Wenn ein Makler seine Prozesse sehr stark auf einen Anbieter ausrichtet, wird es irgendwann schwierig, wieder zu wechseln. Das gilt für alle großen Marktteilnehmer. Die Frage ist dann: Wo habe ich als Makler die geringste Gefahr und die größte Mitbestimmung? Aus meiner Sicht ist das bei der Vema der Fall, weil wir genossenschaftlich organisiert sind. Unsere Makler sind nicht nur angebunden, sie haben auch Stimmrechte.

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