Nürnberger Makler-Fehde

Helmsauer Gruppe gibt sich neuen Namen

Nun bekommt der Namensstreit einen neuen Dreh: Die Helmsauer Gruppe tritt künftig unter einer anderen Marke auf. Dass die Auseinandersetzungen mit den Helmsauer Brüdern dadurch enden, ist aber ungewiss.

Helmsauer Gruppe Sitz

Die Helmsauer Gruppe aus Nürnberg trifft künftig als SE Gruppe auf. | Quelle: Helmsauer Gruppe

Erst vor kurzem hatte procontra noch über Branchengerüchte berichtet, nun haben sich diese anscheinend bewahrheitet: Die Helmsauer Gruppe will künftig unter einer neuen Marke auftreten. Das berichtet der Versicherungsmonitor mit Verweis auf ein Interview, das er mit dem Geschäftsführer der Helmsauer Gruppe, Marco Gerhardt, geführt hat. Der Versicherungsmonitor zitiert Gerhardt mit den Worten: „Für die Makler der Gruppe wird die übergreifende Marke Helmsauer Gruppe nicht die Zukunft sein. Das wird die Marke SE Gruppe sein.“

Das Geschäft als Konsolidierer soll wie bisher weitergehen. Laut Gerhardt seien unter der neuen Marke bereits die ersten kleineren Maklerbetriebe aufgekauft worden. Der neue Markenname ist demnach an Dr. Schmidt & Erdsiek angelehnt, eines der beiden großen Maklerunternehmen innerhalb der Gruppe.

 

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Streit zwischen der Helmsauer Gruppe und den Söhnen von Gründer Bernd Helmsauer (Bastian und Steffen Helmsauer) gegeben. Nach dem überraschenden Abgang ihres Vaters im Dezember 2025 waren auch seine Söhne aus der Helmsauer Gruppe ausgestiegen und haben ihr eigenes Maklerunternehmen gegründet. Um dessen Firmennamen war es zuletzt immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen und Umbenennungen gekommen. Aktuell firmieren sie unter RVH Helmsauer Brüder.

Dass die Namensstreitigkeiten durch die Umbenennung der Helmsauer Gruppe in SE Gruppe zu einem Ende gekommen sind, ist dennoch fraglich. Die beiden großen Maklerfirmen der SE Gruppe, die Dr. Schmidt & Erdsiek GmbH und Co. KG und die Helmsauer & Kollegen Assekuranzmakler AG sollen ihre Namen behalten, da sie laut Gerhardt in ihrem Segment sehr bekannt sind. Dazu Gerhardt im Versicherungsmonitor-Bericht: „Wenn wir eine zu hohe Verwechselungsgefahr sehen im Markt, werden wir die Marke auch weiterhin aktiv schützen.“