Ausgabe 05/2026
Die neue procontra: Maklers Lieblinge, Altersvorsorgereform und mehr

In der procontra-Umfrage “Maklers Lieblinge 2026“ werden Stimmen von 1.591 teilnehmenden Maklern ausgewertet. Die Umfrage zeigt, welche Versicherer und Pools sich 2026 die Treue der freien Vertriebe sichern konnten. Bei der Maklerbetreuung liegt die Allianz mit 15,8 Prozent vorn, vor VHV, Alte Leipziger/Hallesche, Haftpflichtkasse und Volkswohl Bund – entscheidend sind für die Befragten vor allem Erreichbarkeit (88,6 Prozent) und schnelle Rückmeldung (85,0 Prozent). Bei den Maklerpools setzt sich die Vema mit 54,3 Prozent an die Spitze vor Fonds Finanz und blau direkt. Die Auswertung schlüsselt zudem nach Sparten auf – von Leben und Biometrie über Kranken bis Sach – und zeigt auch Generationenunterschiede: Jüngere Makler legen deutlich mehr Wert auf digitale Prozesse als etablierte Kollegen.
Gleich mehrere Beiträge ordnen ein, was die Reform für die Beratungspraxis bedeutet. Im Interview erläutert Smartbroker-Chef Thomas Soltau, warum er im Altersvorsorgedepot einen großen Wurf sieht und erwartet, dass Neobroker und Onlinebanken binnen drei Jahren bis zu 70 Prozent des AVD-Marktes besetzen könnten – Versicherer sieht er vor allem bei Biometrie und Langlebigkeitsabsicherung im Vorteil.
Zudem rechnen wir anhand von acht IVFP-Musterfällen vor, wann der Wechsel von der alten Riester-Förderung in die neue Welt tatsächlich lohnt – mit dem Ergebnis, dass sechs von acht Fällen für das AVD sprechen. Im Pro & Contra diskutieren Daniel Kanzler (Gerd Kommer Invest) und Christian Häsch (Alte Leipziger), ob das AVD die Basisrente für Selbstständige überflüssig macht. Und auch das Bausparen profitiert von der Reform: Die „Eigenheimrente“ löst Wohn-Riester ab, die Grundzulage steigt von 175 auf 540 Euro.
Ersatzteilpreise sind seit 2015 im Schnitt um über 80 Prozent gestiegen, bei Scheinwerfern sogar um 77 Prozent. Die Allianz fordert alternative Reparaturmethoden statt kompletten Teiletauschs – ein Thema mit direktem Bezug zu den anstehenden Beitragserhöhungen, auf die Makler ihre Kunden vorbereiten sollten.
Wir zeigen in einer exklusiven Tarifübersicht, wie die Absenkung des GKV-Festzuschusses für Zahnersatz ab 2027 von 60 auf 50 Prozent die Eigenanteile der Kunden erhöht – und warum Tarife, die prozentual am gesamten Rechnungsbetrag ansetzen, dabei klar im Vorteil sind.
Hinzu kommen ein Produkt-Check zur neu aufgestellten Risikolebensversicherung der LV 1871 (Bewertung: 8 von 10 Sternen), eine Analyse zu den anhaltend langen Bearbeitungszeiten bei BU-Leistungsanträgen, ein Beitrag zu den neuen Regeln für Kreditvermittler ab November 2026, ein Interview mit Hanse-Merkur-Chef Eberhard Sautter zu Vorsorgereformen und Prävention sowie ein Gespräch mit Kassen-Kompass-Gründerin Fiona Jasmut über die unterschätzte GKV-Beratung. Ergänzt wird die Ausgabe durch Beiträge zu Wandelanleihen und Dachfonds als Anlagealternativen sowie aktuelle Urteile aus der Rubrik „So ist's Recht“.
