Effizienz soll gesteigert werden

Bis Ende 2028: Swiss Life baut 600 Stellen ab

Swiss Life will bis Ende 2028 insgeamt 600 Stellen abbauen. Die ersten 200 Stellen sollen schon bis Ende des Jahres wegfallen. Am härtesten trifft es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Hauptsitz in Zürich. Deutschland ist nur indirekt betroffen.

Swiss Life München

Swiss Life hat verschiedene Standorte in Deutschland, wie hier in München. | Quelle: Swiss Life

Versicherer Swiss Life will bis Ende 2028 600 Stellen abbauen – das gab Matthias Aellig, Vorstandsvorsitzender der Swiss Life Holding AG, bei einem Pressegespräch zur Vorstellung der Halbsjahreszahlen bekannt.

Nach procontra-Informationen entfallen die 600 Stellen je rund zur Hälfte auf Swiss Life in der Schweiz und auf Swiss Life Asset Managers. Dieser Bereich steuert die Vermögensverwaltung des Versicherers und ist unter anderem auch in Deutschland aktiv. Swiss Life Deutschland selbst, also der eigenständige deutsche Hauptgeschäftszweig, ist nach eigenen Angaben nicht betroffen.

Laut Medienberichten soll der Stellenbabbau in der Schweiz vor allem den Innendienst, etwa im Bereich Reporting, betreffen. Ein Grund dafür sei auch die Digitalisierung, die bestimmte Aufgaben überflüssig mache. Zudem würden Doppelstrukturen abgebaut.

„Selektive Nachbesetzung“ statt Stellenstreichungen

In einer Mitteilung im Vorfeld des Pressegesprächs heißt es, dass die Reduzierung zum Großteil über natürliche Fluktuation erfolge. Durch eine selektive Nachbesetzung seien rund 100 Stellen abgebaut worden, weitere 100 sollen bis zum Jahresende folgen. Aktuell beschäftigt die Gruppe nach eigenen Angaben 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ziel der Maßnahme soll die Steigerung der operativen Effizienz sein und ab 2029 soll der Stellenabbau eine jährliche Kostenersparnis von 150 Mio. Schweizer Franken (160 Mio. Euro) bringen.

Dabei sind die Zahlen des ersten Halbjahres 2026 vielversprechend: So erhöhte sich der Reingewinn der Gruppe um acht Prozent auf 649 Millionen Schweizer Franken (rund 690 Millionen Euro). Auch der Betriebsgewinn stieg um acht Prozent auf 967 Millionen Schweizer Franken (1,028 Milliarden Euro).

Das Deutschland-Geschäft entwickelt sich ebenfalls positiv: Die Prämieneinnahmen stiegen im ersten Halbjahr 2026 um drei Prozent auf 777 Millionen Euro und das Fee-Ergebnis, also die Erträge aus Gebühren und Dienstleistungen, legte um sechs Prozent auf 85 Millionen Euro zu.

Long story short

  • Swiss Life baut bis Ende 2028 rund 600 Stellen ab – vor allem in der Schweiz und bei Swiss Life Asset Managers.

  • Swiss Life Deutschland ist nach eigenen Angaben nicht betroffen.

  • Der Abbau soll überwiegend über natürliche Fluktuation erfolgen und ab 2029 jährlich rund 150 Millionen Schweizer Franken einsparen.