Social Media & Co: So erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Netz

Anne Hünninghaus Corona Digital Berater

Die aktuelle Corona-Krisenzeit können Vermittler nutzen, um sich über ihre Webseiten und Social-Media-Auftritte Gedanken zu machen. Worauf es jetzt ankommt, verrät Experte MarKo Petersohn.

Auf welchen Social-Media-Kanälen sollten Makler vertreten sein?

Auf welchen Social-Media-Kanälen sollten Makler vertreten sein? Bild: picture alliance/NurPhoto

Die Corona-Pandemie zwingt aktuell auch die Mehrheit der Makler dazu, den persönlichen Kundenaustausch ins Netz zu verlagern. Das macht die derzeitige Krise zu einer Gelegenheit, sich mit der eigenen Digitalkompetenz auseinanderzusetzen – und die virtuellen Präsenzen auf den Prüfstand zu stellen. Digitalberater MarKo Peterson, Gründer von „As im Ärmel“ und Mitbegründer der Onlinemarketinggesellschaft für Versicherungsvermittler (OMGV), sieht darin eine Chance: „Wer bisher Bedenken oder zu wenig Zeit hatte, seine Online-Präsenz auszubauen, ist nun gezwungen, hier eine Priorität zu setzen.“ Und das könne sich lohnen.

Wichtig ist eine wohlüberlegte Herangehensweise. Um digital sichtbar zu sein, sollte zunächst die eigene Homepage unter die Lupe genommen werden. Denn das ist die Visitenkarte eines Vermittlers. Petersohn beobachtet immer wieder, dass Makler sich über Werbekampagnen auf Facebook Gedanken machen, aber nicht darüber, was passiert, wenn der Kunde auf der Homepage landet. Oft sind dies dann Seiten von Anfang der 2000er-Jahre, die noch nicht einmal für die mobile Nutzung optimiert sind. "Dabei ist die Webseite Grundlage für nachhaltige Onlinekommunikation."

So sieht die ideale Homepage aus

Das oberste Gebot: Die Webseite sollte möglichst übersichtlich, gut auffindbar und navigierbar sein – und auch auf dem Smartphone funktionieren. „Einfache Bedienbarkeit ist wichtiger als alles andere“, betont Petersohn. Und: bitte keine Textwüsten! „Auf der ersten Seite sollte ich nicht ausschweifend über Entwicklungen des BU-Markts berichten – das möchte an dieser Stelle niemand lesen. Die Menschen kommen auf die Homepage, weil sie mit mir in Kontakt treten wollen.“ Und das sollte man ihnen so leicht wie möglich machen.

Was gehört nun also auf die Startseite der eigenen Domain? Auf jeden Fall ein Foto und eine persönliche Vorstellung – auch hier: bitte kein Essay, sondern eine kurze Präsentation, die im besten Fall auf die eigenen Spezialgebiete abgestimmt ist. Dann sind auch Details erwünscht: „Wenn ich mich auf Versicherungsprodukte für Haustiere fokussiere, ist es durchaus relevant, welchen Hund ich besitze und wie er heißt.“

Am wichtigsten ist, dass die Kontaktdaten sollten auf den ersten Blick zu sehen sind. Zudem rät Petersohn dazu, positive Bewertungen und Zitate von Kunden schon auf der Startseite abzubilden. „Egal ob auf Amazon oder bei der Hotelbuchung: Wir schauen immer auf die Bewertungen, wenn wir uns online entscheiden. Das gilt auch für Versicherungskunden. Vermittler sollten also nicht nur Kundenbewertungen sammeln, sondern diese auch auf der eigenen Webseite sichtbar präsentieren. Das schafft Vertrauen für potenzielle Neukunden und ist Gold wert."

Optimieren sollte man außerdem die Auffindbarkeit der eigenen Seite. Hierfür sollte man sich mit SEO (Suchmaschinenoptimierung) auseinandersetzen, die dafür sorgt, dass die eigene Webseite bei Google besser gefunden wird. Allerdings, und darauf weist der Experte ausdrücklich hin, ist dies mit einigem Aufwand verbunden. Weswegen er Laien auch empfiehlt sich bei Profis der Versicherungsbranche Rat zu holen.

Spezielle Angebote wie ein integrierter Blog, auf dem der Makler inhaltliche Beiträge veröffentlicht, können ein Pluspunkt sein. Das gilt aber nur für denjenigen, der Spaß daran hat und ein guter Schreiber ist. „Wer besser spricht als schreibt, kann zum Beispiel einen Podcast anbieten und wer eine Leidenschaft für Videoproduktion hat, sollte Youtube-Clips einbinden“, empfiehlt Petersohn.

Seite 1: So sieht die ideale Makler-Homepage aus
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