Das sind die Lebensversicherer mit den niedrigsten Abschlusskostenquoten

Martin Thaler Versicherungen LV-Check Berater Top News

Die BaFin will künftig verstärkt die Abschlusskosten der Lebensversicherer in den Blick nehmen. Da lohnt doch ein Blick auf die Musterschüler der Branche.

LV-Check Bild: RichVintage

Welche Lebensversicherer bei den Abschlusskosten deutlich unter dem Branchenschnitt liegen, zeigt der aktuelle LV-Check. Bild: RichVintage

Auch wenn die Einführung eines sogenannten Provisionsrichtwertes durch die BaFin erst einmal vom Tisch scheint, will die Finanzaufsicht künftig stärker gegen zu hohe Kosten bei Lebensversicherungen vorgehen.   In einem jüngst veröffentlichten Merkblatt-Entwurf konkretisierte die BaFin, wie sie hierbei vorgehen will.

Mittels eines „risikoorientierten Aufsichtsansatzes“ sollen zukünftig nicht nur die Versicherer überprüft werden, die mit besonders hohen Effektivkosten bei ihren kapitalbildenden Lebensversicherungsprodukten negativ auffallen. Auch Versicherer, die zu hohe Abschlusskosten aufweisen, sollten künftig unter den besonderen Fokus der BaFin geraten.  

Entsprechend lohnt ein Blick auf die Abschlusskostenquoten der Versicherer. Angemerkt sei hierbei aber, dass diese nicht mit den gezahlten Provisionen an Vertreter und Makler gleichgesetzt werden dürfen. Neben diesen fließen nämlich auch die Aufwendungen für die Antrags- und Risikoprüfung, die Antragsbearbeitung, die Ausfertigung des Versicherungsscheins, die allgemeinen Werbeaufwendungen sowie die Aufwendungen für die Fortbildung der Vertriebsmitarbeiter in die Abschlusskosten mit ein.  

Dennoch gibt es innerhalb der Branche große Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern. Neben diesen fließen nämlich auch die Aufwendungen für die Antrags- und Risikoprüfung, die Antragsbearbeitung, die Ausfertigung des Versicherungsscheins, die allgemeinen Werbeaufwendungen sowie die Aufwendungen für die Fortbildung der Vertriebsmitarbeiter in die Abschlusskosten mit ein. Die Abschlusskostenquoten liegen dabei zwischen 0,23 und über 20 Prozent.  

Nachdem wir bereits einen Blick auf die Anbieter mit den höchsten Quoten geworfen haben, schauen wir diesmal auf die Anbieter, die am deutlichsten unter dem Marktschnitt liegen. Dieser lag 2021 laut aktuellem procontra-LV-Check bei 4,46 Prozent – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (4,35 Prozent). Begründet liegt dieser laut Branchenverband GDV im zuletzt gestiegenen Neugeschäft.  

Wie sich die Musterschüler der Branche 2021 schlugen, lesen Sie in der untenstehenden Bilderstrecke.

Die Versicherer mit den geringsten Abschlusskostenquoten

Platz 9: HanseMerkur (3,40 %)
Getrieben von einem starken Einmalbeitragsgeschäft konnte die HanseMerkur das Neugeschäft nach Beitragssumme um 77,6 Prozent ausbauen. Da jedoch auch die Abschlussaufwendungen im vergleichbaren Rahmen stiegen (75,7) bleibt die Abschlusskostenquote im Vergleich zum Vorjahr (3,44 Prozent) nahezu unverändert.