Diese 7 Rechtsschutzversicherer mussten Kunden ziehen lassen

Florian Burghardt Versicherungen Top News Meistgeklickt

Während die meisten der 25 größten Rechtsschutzversicherer zuletzt ihre Bestände vergrößern konnten, mussten sieben Anbieter mehr Bestandskunden ziehen lassen als neue dazukamen. Einer büßte sogar über 50.000 Policen ein.

Der Großteil der Rechtsschutzversicherer konnte 2019 seine Vertragsbestände ausbauen. Doch manche Anbieter mussten auch Federn lassen, darunter zwei Unternehmen aus den Top 5. Bild: Adobe Stock/luismolinero

Der Großteil der Rechtsschutzversicherer konnte 2019 seine Vertragsbestände ausbauen. Doch manche Anbieter mussten auch Federn lassen, darunter zwei Unternehmen aus den Top 5. Bild: Adobe Stock/luismolinero

In der Rechtsschutzversicherung stehen die Weichen auf Wachstum. Tatsächliche Jobverluste, geplatzte Verträge oder auch einfach nur die Angst davor treiben in der Coronakrise die Nachfrage nach Rechtsberatung. Experten rechnen mit steigenden Vertragsabschlüssen, aber auch mit einer Zunahme der Schäden. In der Folge müsste etwa ein Viertel der Anbieter ihre Preise erhöhen, da sie mit der Sparte seit Jahren Verlust einfahren.

Aber bereits ohne den Corona-Effekt war die Rechtsschutz-Nachfrage anhaltend. Das belegt der aktuelle „Branchenmonitor Rechtsschutzversicherung“, den die V.E.R.S. Leipzig GmbH und das Marktforschungsunternehmen Sirius Campus zusammen erstellt haben. Dafür wurden die Geschäftsberichte der 25 größten Rechtsschutzversicherer auf dem deutschen Markt ausgewertet (95 Prozent Marktabdeckung nach Prämieneinnahmen).

So konnten 18 der 25 Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 ihre Vertragsbestände ausbauen, teilweise um mehr als 100.000 Policen. Nur sieben Rechtsschutzversicherer mussten im selben Zeitraum unter dem Strich einen Kundenabrieb verzeichnen. Unter ihnen befinden sich aber nicht nur kleine Anbieter, sondern auch zwei Unternehmen aus den Top-5 der Branche, wie sich aus der untenstehenden Bilderstrecke entnehmen lässt.

Diese 7 Rechtsschutzversicherer verloren Verträge

Platz 6: NRV (-2.776)
Die Neue Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft-AG (NRV) musste das Geschäftsjahr 2019 mit 2.776 Rechtsschutz-Policen weniger abschließen als das Vorjahr (-0,69 Prozent). Mit einem Bestand von 402.580 Verträgen war sie Ende 2019 der 18.-größte Rechtsschutzversicherer auf dem deutschen Markt. Bild: GDV