Bis zu 28 Prozent: In diesen Großstädten steigen die Immobilienpreise deutlich

Martin Thaler Sachwerte

Auch Corona hat den Preisanstieg bei Bestandsimmobilien nicht abbremsen können, wie eine neue Studie des Immobilienportals Immowelt zeigt. In manchen Städten fielen die Preiszuwächse besonders deutlich aus.

Immobilienkauf Bild: Adobe Stock/pressmaster

Wer eine neue Wohnung suchte, musste bei deren Kauf zuletzt in allen deutschen Großstädten deutlich tiefer in Tasche greifen als noch im vergangenen Jahr. Bild: Adobe Stock/pressmaster

Niedrige Zinsen und eine hohe Nachfrage machen es möglich: Die Immobilienpreise steigen weiter und weiter – insbesondere in den deutschen Großstädten klettern die Preise in schwindelerregende Höhen. Das hat sich selbst durch die Corona-Pandemie, die durchaus Auswirkungen auf den deutschen Immobilienmarkt hat, nicht geändert, wie nun die erste Ausgabe des Preiskompasses des Immobilienportals immowelt.de zeigt.  

Für diesen wurden die Kaufpreise von auf dem Portal inserierten Wohnungen (80 Quadratmeter, 3 Zimmer, 2. Stock) in 14 deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern untersucht. Das Ergebnis: In allen untersuchten Städten lagen die Wohnungspreise im ersten Quartal höher als im Vorjahreszeitraum, in zehn Städten war sogar ein zweistelliger Zuwachs zu verzeichnen.  

München knackt 8.000er-Marke

Selbst in den teuersten deutschen Städten kam es zu weiteren Preisaufschlägen. In München haben sich die Preise für den Quadratmeter im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um acht Prozent erhöht und liegen mit 8.117 Euro erstmals über der Achttausendermarke. Auch in Frankfurt am Main (+ 7 Prozent auf 5.488 Euro pro Quadratmeter) und Hamburg (+ 5.096 Euro pro Quadratmeter) stiegen die Preise weiter an.  

In Berlin war hingegen eine Abflachung des rasanten Preisanstiegs der vergangenen Jahre zu beobachten. Während sich die Preise für Bestandswohnungen in den vergangenen Jahren verdoppelten, betrug der Aufschlag im vergangenen Jahr „nur“ sieben Prozent. Der Quadratmeter in der Hauptstadt ist somit derzeit für 3.856 Euro zu haben – deutlich weniger als in vielen anderen Großstädten. Die Immowelt-Analysten machen hierfür auch den vom Berliner Senat erlassenen Mietendeckel verantwortlich – dieser war allerdings kürzlich vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt worden.  

Auch wenn in München, Frankfurt und Hamburg die Preise am höchsten liegen, fiel der Anstieg der Wohnungspreise in anderen Städten weitaus deutlicher aus.

Die Großstädte mit den deutlichsten Preisanstiegen

Platz 5: Düsseldorf
In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf stiegen die Preise für Wohnungen im vergangenen Jahr deutlich an. Der Preisanstieg betrug 17 Prozent, womit sich der Quadratmeterpreis auf 4.457 Euro. Bild: Pixabay/MichaelGaida