Diese Wohngebäudeversicherer verloren die meisten Kunden

Anne Hünninghaus Versicherungen Top News Meistgeklickt

Im Geschäftsjahr 2019 verloren laut Branchenmonitor 18 der 50 größten Anbieter der verbundenen Wohngebäudeversicherung Kunden. Besonders die Marktgrößen büßten teils eine hohe Vertragszahl ein. Welche sechs Versicherer mehr als 5.000 Policen verloren, verrät unsere Bilderstrecke.

VGV-Policenverlierer; Bild: Adobe Stock/kudoh

Sechs Wohngebäudeversicherer verloren im vergangenen Jahr mehr als 5.000 Verträge. Bild: Adobe Stock/kudoh

Im Geschäftsjahr 2019 ist der Vertragsbestand der 50 größten Wohngebäudeversicherer auf dem deutschen Markt durchschnittlich um knapp ein Prozent gewachsen. Das geht aus dem aktuellen „Branchenmonitor Wohngebäudeversicherung“ hervor, den die V.E.R.S. Leipzig GmbH zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Sirius Campus erstellt hat. Dafür wurden die Geschäftsberichte der 50 Anbieter in der verbundenen Wohngebäudeversicherung (VGV) herangezogen.

Doch nicht alle Unternehmen konnten ein Vertragsplus in ihren Beständen verbuchen. Bei 18 Versicherern schrumpfte die Anzahl ihrer VGV-Policen. Die drei größten VGV-Anbieter mussten dabei mit Blick auf die Vertrags-Stückzahl die herbsten Verluste hinnehmen. Sechs Wohngebäudeversicherer verloren im vergangenen Jahr mehr als 5.000 Verträge. Welche das sind, erfahren Sie in unserer Bilderstrecke unten.

Wie aus den vergangenen Jahren gewohnt, war die VGV derweil auch im Jahr 2019 durch hohe Schäden insbesondere durch Unwetterereignisse geprägt, vor allem die Stürme Dragi und Eberhard schlugen mit erheblichen Schäden zubuche. Leitungswasserschäden erreichten mit einem Schadensvolumen von 3,1 Milliarden Euro 2019 zudem einen neuen Höchststand. Mit 5.807 Millionen Euro lagen die erbrachten Leistungen in der VGV dennoch um 2,7 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Weiterhin ein Minusgeschäft

Dass die VGV trotz leichten Aufwinds bei vielen Anbietern weiterhin tief in den roten Zahlen steckt, hatte kürzlich die Managementberatung 67Rockwell auf Grundlage der Daten des GDV erhoben. Nicht einmal jeder zweite Anbieter kann demzufolge in der Sparte Gewinne verbuchen. Mit Blick auf die Profitabilität hat sich die VGV in den vergangenen sechs Jahren damit nicht signifikant verbessert.

Zwar sind die Beiträge in den beiden vergangenen Jahren um 7,4 Prozent gewachsen, dennoch bleibt das Resultat mau: Lediglich 40 Prozent der Versicherer konnten hier zuletzt ein positives Ergebnis erreichen. Insgesamt ist es laut der Studie dank marktweiter Sanierungsanstrengungen gelungen, die Schadenkostenquote von durchschnittlich 110 Prozent in 2015 auf 98 Prozent in 2019 zu reduzieren, doch noch immer wachsen 60 Prozent der Versicherer deutlich zulasten ihrer Profitabilität. Die VGV legt seit Jahren zu, obwohl die Versicherungen vielfach kein Geld mit ihr verdienen.

Das sind die größten Policenverlierer in der VGV

2. Bayerische Landesbrand (-44.371 Verträge)
Auch der zweite Platz des Negativrankings geht an einen Sparten-Riesen. Die Bayerische Landesbrand Versicherung bleibt der zweitgrößte Anbieter, musste im vergangenen Geschäftsjahr aber ein Minus von 44.371 Verträgen hinnehmen. Das entspricht einem Verlust von knapp 2,3 Prozent. Insgesamt hat der Versicherer aber noch 1.913.545 Verträge im Bestand. Bild: GDV
 
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