Cyberangriffe und ihre Folgen: Welche Versicherung zahlt was?

Cyber-Security Digital Berater Top News von Juliane Moghimi

Cyberschäden sind äußerst vielfältig, die Absicherungsmöglichkeiten fallen dementsprechend umfangreich aus. Vermittler sollten entsprechend auf die notwendigen Bausteine achten oder entsprechend ergänzende Lösungen anbieten.

Cyberangriffe

Bei der Vermittlung von Cyber-Versicherungen sollten Vermittler genau auf den Deckungsumfang achten und gegebenenfalls ergänzende Versicherungen mitanbieten. Bild: Adobe Stock/zenzen

Cyberkriminalität hat viele Gesichter. Die bösartigen Absichten der Angreifer reichen vom puren Zerstörungswillen, einhergehend mit einem Machtgefühl, über die Suche nach sensiblen Daten (Stichwort: Betriebsspionage) bis hin zu vordergründig finanziellen Interessen.

Einige der typischen Cyberrisiken, denen Unternehmen ausgesetzt sind, werden – je nach Anbieter – möglicherweise stillschweigend durch bereits vorhandene gewerbliche Versicherungen gedeckt. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von sogenannten „Silent Cyber“-Exponierungen in konventionellen Schadenspolicen. Allerdings gilt es hier für den Versicherungsnehmer wie -makler genau hinzuschauen: Denn viele Versicherer sind bestrebt, das sogenannte „Cyber-Silence“-Risiko – sprich die seitens des Versicherers nicht intendierte Deckung gewisser Cyber-Risiken über traditionelle Sach- und Haftpflichtpolicen – auszuschließen.

Auf die stillschweigende Deckung sollten sich Kunden und Makler deshalb nicht verlassen, wohl aber ergänzende Versicherungslösungen zur Hand haben, die von der jeweiligen Cyber-Police möglicherweise nicht erfasst wird.

Cyber-Attacken können zu Systemausfällen führen, die Verschlüsselung von Daten ganze Betriebe lahmlegen. Wenn in einem produzierenden Betrieb die Konstruktionsdaten von Hackern verschlüsselt werden, steht die Produktion still – hier hilft eine separate Betriebsunterbrechungsversicherung bzw. eine Cyberversicherung, die auch Betriebsunterbrechungsschäden mit abdeckt. Bild: Pixabay
 
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