Auszug aus dem Elternhaus: Diese Versicherungen brauchen (junge) Erwachsene

Florian Burghardt Berater Versicherungen

Deutsche Söhne und Töchter verlassen ihr Elternhaus etwas früher als der europäische Durchschnitt. Doch egal ob früh oder spät: Der Auszug und das Erwachsenwerden verändern den benötigten Versicherungsschutz. Welche Policen wann relevant sind.

Deutsche sind durchschnittlich 23,7 Jahre alt, wenn sie ihr Elternhaus verlassen.

Deutsche sind durchschnittlich 23,7 Jahre alt, wenn sie ihr Elternhaus verlassen. Bild: Adobe Stock/Ramona Heim

In Deutschland verlassen Männer und Frauen ihr Elternhaus durchschnittlich im Alter von 23,7 Jahren. Damit wird der Nachwuchs hierzulande gut zwei Jahre früher flügge als im EU-Durchschnitt (25,9 Jahre). Das geht aus Schätzungen des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) hervor.

Dabei gibt es allerdings große Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Während beispielsweise im Alter von 25 Jahren noch jeder dritte Mann zuhause wohnt, ist es bei den Frauen nur noch jede Fünfte. Im Alter von 30 wohnen noch 13 Prozent der Söhne und 5,3 Prozent der Töchter bei Mama und Papa, mit 40 sind es 3,6 und 1,3 Prozent. Das wiederum belegen Daten des Statistischen Bundesamtes.

In Europa ziehen junge Schweden und Schwedinnen mit gerade einmal 17,8 Jahren im Durchschnitt von zuhause aus. Die größten Nesthocker sind, Eurostat zufolge, die Kroaten. Hier sagen sich Eltern und Nachwuchs im Durchschnitt erst mit 31,8 Jahren Lebewohl. Doch ob das Elternhaus nun früher oder später verlassen wird: Mit dem Auszug müssen sich (junge) Menschen Gedanken über ihren Versicherungsschutz machen. Welche Risiken dann bestehen und welche Policen besonders relevant sind, hat Makler Oliver Mest für procontra zusammengestellt und auf 8 Lebensphasen aufgeteilt.

Diese Versicherungen brauchen (junge) Erwachsene

Endlich 18
Wer mit der Ausbildung fertig ist, braucht eine eigene Haftpflichtversicherung. Die springt ein, wenn andere Schadensersatz verlangen, weil man zum Beispiel als Fußgänger einen Unfall verursacht. Pflicht ist auch die Kfz-Haftpflicht für den ersten Wagen – ohne kann er gar nicht zugelassen werden. Ein Muss ist die Krankenversicherung – fällt der Familienschutz weg, braucht man eine eigene Krankenversicherung. Alle weiteren Versicherungen sind eher Kür, weniger Pflicht: Eine Hausratversicherung bei einer teureren Einrichtung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für die Absicherung der Arbeitskraft oder Studierfähigkeit. Bild: markusspiske/Pixabay
 
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