Stürme und ihre Folgen: 4 wichtige Urteile

Berater Florian Burghardt von Florian Burghardt

Ob nun „Xavier“, „Burglind“ oder ganz aktuell „Sabine“ – große Sturmtiefs verursachen Schäden. Doch trotz bestehender Policen zahlen Versicherer nicht immer. Wie Gerichte dies beurteilten, zeigen 4 Beispiele.

Kommt es erst Tage nach einem Sturm zum Schadeneintritt, wird gerne mal über die Leistungspflicht gestritten.

Kommt es erst Tage nach einem Sturm zum Schadeneintritt, wird gerne mal über die Leistungspflicht gestritten. Bild: Adobe Stock/rasica

Verspäteter Sturmschaden: Wann die Wohngebäudeversicherung zahlen muss
Etwas anders sieht die Rechtslage aus, wenn ein solcher „angeschlagener“ Baum tatsächlich auf ein Haus stürzt. Sechs Tage nachdem ein Sturm der Windstärke 8 gewütet hatte, fiel ein Baum vom Nachbargrundstück aus auf das Haus eines Mannes. Auch sein Wohngebäudeversicherer wollte damals nicht bezahlen. Vor dem Hammer Oberlandesgericht (Az.: 6 U 191/15) und mit der Sachverständigenmeinung einer Holzwirtin wurde dann aber erörtert, dass der umgefallene Baum durch den Sturm entwurzelt worden sei. Hierdurch habe er seine Standfestigkeit eingebüßt. Dass der Baum erst zeitverzögert umfiel und das Gebäude beschädigte, ändere nichts daran, „dass der Baum ursächlich durch den Sturm auf das Flachdach des Hauses geworfen wurde“, so die Richter. Eine zeitliche Unmittelbarkeit sei hierbei zu vernachlässigen, sofern keine weitere Ursache zwischen Sturm und Schaden tritt. Der Wohngebäudeversicherer wurde somit zur Leistung verpflichtet. Bild: Pixabay/PublicDomainPictures
 
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