Gesprächsanlässe in 5 Urteilen

Berater Top News Bilderstrecken von Michael Fiedler

Warum Makler die Erlaubnis zur Kontaktaufnahme bei ihren Kunden einholen sollten, von den Grenzen der Fahrlässigkeit und der Quote bei Mithaftung. Fünf Urteile, die Gesprächsstoff bieten.

SERVICE VERPFLICHTET?
Darf ein Versicherungsmakler seinen Bestandskunden im Rahmen eines „Serivce-Calls“ ohne ausdrückliche vorherige Erlaubnis anrufen, um Angebotsinformationen weiterzugeben? Das OLG Düsseldorf (Az.: 15 U 37/19) wertete die mehrfachen Anrufe eines Maklers bei seinem Kunden als Werbung i.S.d. Wettbewerbsrechts. Der Makler argumentierte, er sei zur „Nachbetreuung“ verpflichtet. Ob diese Pflicht besteht, ließen die Richter offen. Denn selbst wenn der Makler Betreuungspflichten erfüllt, ist er an die Vorschriften des UWG gebunden. Demnach darf die telefonische Kontaktaufnahme nur dann für eine (mittelbare) Werbung genutzt werden, wenn zuvor die ausdrückliche Einwilligung des Kunden eingeholt wurde. Bild: iStock/BraunS
 
  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare