Mit Falschberatung zur Rürup-Rente? Schadenersatz!

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Basis-Rente: Wird nicht über Nachteile eines Altersvorsorge-Produkts aufgeklärt, kann Falschberatung vorliegen und Schadenersatz fällig werden. Das zeigt ein Urteil des OLG Köln.

Falschberatung RürupRente Altersvorsorge

"Wie bitte?! Eine Rürup-Rente hat auch Nachteile? Davon wusste ich nichts..." Bild: shutterstock.com

Versicherungsvermittler müssen auf die Vor- und Nachteile von Versicherungsprodukten hinweisen und sollten das auch unbedingt dokumentieren. Ist dies nicht der Fall, droht der Vorwurf der Falschberatung und Schadenersatzforderungen.

Über einen solchen Fall hat die Kanzlei BlumLang aus Rheinland-Pfalz. Im vorliegenden Fall schloss der Mandant der Kanzlei 2008 eine Rürup-Versicherung ab. Insgesamt zahlte er 52.000 Euro Beiträge an den Versicherer. Als er erfuhr, dass er im Notfall nicht an das Geld herankommen würde, beauftragte er seinen Rechtsbeistand mit der Wahrnehmung seiner Interessen.

Zwar wurde die Klage in erster Instanz noch abgewiesen, doch im Berufungsverfahren vor dem OLG Köln (Az.: 20 U 185/18) wendete sich der Fall. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass eine Aufklärung über die Nachteile nicht erfolgte. Schließlich fehlte jede Dokumentation zu dem abgeschlossenen Rentenversicherungsvertrag.

Vier Nachteile von Rürup-Renten

Nachteil #2
2. Die Rürup-Rente kann nicht vererbt werden. Lediglich der Ehepartner und Kinder, die das 21. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, können im Sterbefall des Versicherungsnehmers eine Hinterbliebenenrente erhalten. So sind viele Fallkonstellationen denkbar, in welchen das angesparte Kapital mit dem Tod des Versicherungsnehmers ersatzlos beim Versicherer verbleibt und die Erben leer ausgehen. Bild: shutterstock.com
 
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