Run-Off: AfW und BdV fordern Wechselrecht

Versicherungen von Michael Fiedler

Lebensversicherungsverträge sind Vertrauenssache und keine Ware, die einfach so verkauft werden kann. Diese Ansicht vertreten nicht nur Verbraucherschützer. Nun wollen AfW und BdV gemeinsame Sache machen.

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Fordert einen anderen Umgang mit Kunden, die vom Run-Off betroffen sind: BdV-Voprstandssprecher Axel Kleinlein. Bild: Christian Augustin

Die Bedenken gegenüber externen Run-Offs scheinen sich zu bestätigen. In der Beschwerdestatistik finden sich auffällig viele Abwickler von Lebensversicherungen. Ein Umstand, der nun auch den Bund der Versicherten (BdV) und den Bundesverband Finanzdienstleistung (AfW) zu gemeinsamen Aktionen bewegt.

Die beiden Verbände, die oft genug sehr unterschiedliche Positionen beziehen, wollen ein gemeinsames Eckpunktepapier vorstellen. Darin wird u.a. die Forderung vertreten, dass Versicherte im Falle eines Run-Offs ein faires Wechselrecht bekommen – ohne dabei auf Geldleistungen verzichten zu müssen, die ihnen eigentlich zustehen. „Dabei sollen sie auch die Möglichkeit haben, auf qualifizierte Hilfe zum Beispiel durch Makler zurückgreifen können“, heißt es von den beiden Verbänden.
Das Eckpunktepapier soll am 27. August vorgestellt werden. Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat Forderungen zum Umgang mit Kunden im Fall von Run-Off aufgestellt (siehe unten). Ob ein Run-Off „Endstation“ für Kunde und Makler bedeutet, wurde auch von Frank Genheimer auf profino thematisiert.

Run-Off: 5 Forderungen für fairen Umgang mit Kunden

1. Informieren
Stellt ein Versicherer sein Neugeschäft ein, sind die Kunden umfassend und zeitnah über die Folgen der Einstellung zu informieren. Bild: Pixabay
 
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