7 Gründe, warum Großprojekte immer teurer werden

Bilderstrecken Berater von Michael Fiedler

Bei Ingenieur- und Bauprojekten führen fehlerhafte Produkte und Qualitätsmängel zu hohen Kosten. So eine Erkenntnis aus einer Allianz-Analyse von mehr als 13.000 technischen Versicherungsfällen der letzten fünf Jahre. Die Analysten identifizierten 7 Trends, die sich bei Großprojekten zeigen.

Industrie Grosschaden Gewerbe

Welche 7 Trends die Grosschäden bei Industrie- und Bauvorhaben verteuern. Bild_ Shutterstock.com

Industrielle Bauprojekte - etwa Flughäfen, Kraftwerke oder Fabriken – werden immer größer, komplexer und teurer. Und das treibt die Schadenzahlungen der Versicherer in die Höhe, wenn etwas schiefläuft.
Auf der Suche nach Erklärungen dafür hat Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) mehr als 13.000 technische Versicherungsfälle, die weltweit in einem Zeitraum von 5 Jahren bei industriellen Bauvorhaben erfasst wurden (Gesamtwert: fast 8 Mrd. Euro), analysiert.
Bei deutschen Kunden, die 2.530 der rund 13.599 Schäden zu verzeichnen hatten, rangieren Schäden durch defekte Produkte und Qualitätsmängel sowohl bei Schadenhöhe (30%) als auch bei der Schadenanzahl (22%) auf dem Spitzenplatz. Weltweit verursachen Schäden durch Feuer/Explosion die höchsten Wertverluste (27%). Häufigste Schadenquelle weltweit sind auch hier defekte Produkte (27%).

Die Analysten des Spezialversicherers identifizierten sieben Trends, die die teuren Schäden im Engineering erklären sollen.

Bauprojekte: 7 Trends, die Versicherern zu schaffen machen

1. Größere Verluste durch teurere Bauprojekte
Baustellen sind heute viel größer als in der Vergangenheit. Zudem können sich Bauprojekte über viele Jahre hinziehen. Der Ausbau des Al Maktoum International Airport in Dubai etwa wird erst 2030 abgeschlossen sein und rund 32 Milliarden Euro kosten. „Infolgedessen sind die Versicherungssummen jetzt viel größer - Projekte mit einem Wert von 4 bis 9 Milliarden Euro sind keine Seltenheit, Schäden in dreistelliger Millionenhöhe sind deshalb nicht auszuschließen", sagt Robert Maurer, Head of Engineering der AGCS in Zentral- und Osteuropa. Die Überschwemmung während des Baus am Hidroituango-Wasserkraftdamm in Kolumbien im Jahr 2018 wird die Versicherer schätzungsweise rund 1,25 Milliarden Euro kosten, einen der größten Engineering-Schäden der Geschichte. Mike Fuchslocher / Shutterstock.com
 
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