Provisionsdeckel: So äußern sich die Verbände

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Der Gesetzgeber will einen weiteren LV-Provisionsdeckel durchboxen. Doch die Argumente sind aus Sicht vieler Vermittlerverbände nicht stichhaltig. Verbraucherschützern gehen die Pläne hingegen nicht weit genug. procontra hat die Stellungnahmen zusammengetragen.

Das Finanzministerium plant einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung. In den letzten Tagen hat es dazu einige Gegenargumente per Post erhalten. Doch nicht alle Branchenverbänden sind gegen einen Deckel.

Das Finanzministerium plant einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung. In den letzten Tagen hat es dazu einige Gegenargumente per Post erhalten. Doch nicht alle Branchenverbänden sind gegen einen Deckel. Bild: BMF/Hendel

Die Pläne für einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung nehmen immer weiter Gestalt an. Mittlerweile hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) seinen Gesetzentwurf veröffentlicht, zu dem nun auch die Branchenverbände Stellung nehmen konnten. Die Frist dafür endete diese Woche. Wie sich die Interessenvertreter von Vermittlern, Versicherern und Verbrauchern geäußert haben, haben wir in der untenstehenden Bilderstrecke zusammengefasst.

BVK: Provisionsdeckel ist verbraucherfeindlich
Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) kritisiert, dass dieser Eingriff in die Berufsfreiheit weder ordnungspolitisch sinnvoll noch angemessen und nötig sei. Er könne sich aber auch wirtschaftspolitisch schädlich auswirken. Die gesamte Vermittlerbranche sei im Umbruch, bedingt durch mehr Regulierung, Digitalisierung und Demografie. Eine erneute Einnahmenbegrenzung wäre daher ein Mittelstandsvernichtungsprogramm, so BVK-Präsident Michael H. Heinz. Denn die rund 200.000 Vermittler in Deutschland sind Gewerbetreibende, die als Selbständige tätig sind. An diesen Kleinbetrieben hängen eine Vielzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Letztlich würde ein Provisionsdeckel auch dem Verbraucher schaden, weil dann die Vermittler ihrem sozialpolitischen Auftrag zur Absicherung schwerer nachkommen könnten. Bild: Pohl
 
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