Provisionsdeckel: So äußern sich die Verbände

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Der Gesetzgeber will einen weiteren LV-Provisionsdeckel durchboxen. Doch die Argumente sind aus Sicht vieler Vermittlerverbände nicht stichhaltig. Verbraucherschützern gehen die Pläne hingegen nicht weit genug. procontra hat die Stellungnahmen zusammengetragen.

Das Finanzministerium plant einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung. In den letzten Tagen hat es dazu einige Gegenargumente per Post erhalten. Doch nicht alle Branchenverbänden sind gegen einen Deckel.

Das Finanzministerium plant einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung. In den letzten Tagen hat es dazu einige Gegenargumente per Post erhalten. Doch nicht alle Branchenverbänden sind gegen einen Deckel. Bild: BMF/Hendel

Die Pläne für einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung nehmen immer weiter Gestalt an. Mittlerweile hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) seinen Gesetzentwurf veröffentlicht, zu dem nun auch die Branchenverbände Stellung nehmen konnten. Die Frist dafür endete diese Woche. Wie sich die Interessenvertreter von Vermittlern, Versicherern und Verbrauchern geäußert haben, haben wir in der untenstehenden Bilderstrecke zusammengefasst.

AfW: Ablehnung aus rechtlichen und tatsächlichen Erwägungen
Der Provisionsdeckel gefährdet den Berufsstand der Versicherungsvermittler, führt zu weniger Beratung und erschwert Verbrauchern den Zugang zur notwendigen Beratung, fasst Vorstandschef Norman Wirth zusammen. Er greift auch unzulässig in Grundrechte ein und verstößt gegen europarechtliche Vorgaben. Befremdlich sei die Nonchalance, mit der dies fast 70 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes und in Kenntnis eines äußerst kritischen Verfassungsgutachtens geschieht. Beratung zur Altersvorsorge ist – auch wegen gestiegener regulatorischer Anforderungen – aufwendig. 40 Euro Stundensatz seien keineswegs üppig. Es hätte dramatische Folgen für die Sozialkassen, wenn gerade Geringverdiener keine Beratung mehr bekämen, falls sich dies betriebswirtschaftlich für Vermittler nicht mehr rechnet. Bild: AfW
 
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