BU-Ursachen: Deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Berater Bilderstrecken Meistgeklickt von Michael Fiedler

Das Risiko berufsunfähig zu werden, trifft sowohl Frauen als auch Männer. Doch bei den Ursachen für die Berufsunfähigkeit treten deutliche Unterschiede hervor. Welche das sind, zeigt die procontra-Bilderstrecke.

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Bei den Ursachen für Berufsunfähigkeit zeigt eine Bestandauswertung deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Bild: Hyejin Kang / shutterstock.com

Das aktuelle Rating von Berufsunfähigkeitsversicherungs-Tarifen von Morgen & Morgen trifft auch Aussagen über die häufigsten Ursachen von Berufsunfähigkeit. Demnach bleiben Nervenkrankheiten mit 29,65 Prozent Hauptursache für Berufsunfähigkeit, gefolgt von Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates (20,89 Prozent).

Auf etwas andere Werte kommt der Versicherer Swiss Life bei der Auswertung der eigenen Bestandsdaten. Dabei werden auch deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen aufgezeigt, die bei der Bedarfsermittlung beachtet werden sollten.

Die häufigsten BU-Ursachen

Psychische Erkrankungen wie Burn-out, Depressionen und Angststörungen
...sind mittlerweile mit 37 Prozent die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit. „Allein in den letzten zehn Jahren registrieren wir in diesem Segment eine Zunahme um 40 Prozent“, sagt Amar Banerjee. Lag die Quote für psychische Erkrankungen im Jahr 2009 noch bei 26,5 Prozent, haben aktuell über 37 Prozent aller Leistungsfälle für Berufsunfähigkeitsversicherungen diesen Grund zur Ursache. Auffällig: Frauen werden mit 44 Prozent anteilsmäßig deutlich häufiger wegen einer psychischen Erkrankung berufsunfähig als Männer (Anteil 28 Prozent). Allein in der Altersgruppe der 30-jährigen ist mit 47 Prozent fast jede zweite Frau von psychischen Erkrankungen betroffen. Bei Männern hingegen tauchen psychische Erkrankungen erst in der zweiten Lebenshälfte häufiger auf. Interessant ist dabei, dass vor allem Männer in akademischen Berufen häufiger von Depressionen oder Burn-out als Ursache betroffen sind als Männer in körperlich anstrengenden Berufen. Bei Frauen hingegen lässt sich kein Zusammenhang erkennen, hier tritt die BU-Ursache Psyche unabhängig von einer bestimmten Berufsgruppe auf. Bild: FTiare