Pro und Contra: Braucht Deutschland das Unterrichtsfach „Finanzen“?

Berater von Michael Fiedler

Die Deutschen lernen im Unterricht zu wenig über Finanzen, sagen sie jedenfalls selbst. Braucht es deshalb ein bundesweites, einheitliches und verpflichtendes Schulfach „Finanzen“ fragte procontra auf Facebook. Die Leserschaft vertritt ganz unterschiedliche Ansichten. Wie argumentiert wird.

Unterrichtsfach Finanzen Wirtschaft pro contra

In Sachen Finanzen fühlen sich die Deutschen schlecht unterrichtet. Doch wie kann sich das ändern? Bild: shutterstock.com / GRSI

Die Deutschen haben über Finanzen eher wenig (46 Prozent) oder gar nichts (33 Prozent) im Unterricht gelernt, zeigte eine Umfrage vor beinahe zwei Jahren. Eine Folge: Nur drei von zehn Befragten trauen sich den Kauf einer Aktie oder eines Fonds zu. In Zeiten von Niedrigzinsen fatal: Wie sollte sonst Vermögensaufbau und/oder Altersvorsorge funktionieren?

procontra nahm eine Erklärung des Freistaats Sachsen – immerhin regelmäßig im Spitzenfeld bei den PISA-Studien – zum Anlass, die eigene Leserschaft auf Facebook zu befragen, ob Deutschland ein bundesweites, einheitliches und verpflichtendes Schulfach braucht.

Das Meinungsbild der procontra-Leser ist aber nicht so homogen, wie man vielleicht erwarten könnte. Es wurde kontrovers argumentiert. Wie, zeigt die procontra-Bilderstrecke.

Pro und Contra: Braucht Deutschland das Unterrichtsfach „Finanzen“?

pro: Komplexität zu hoch
Wer Interpretieren kann, versteht auch "Versicherungsdeutsch"? Das hält Max Brandt für komplett daneben: "Während beim Interpretieren von Gedichten nur der Autor die Intention kennt und der Leser spekuliert, gibt es bei Mathematik immer eine logische Lösung. Versicherungsunterlagen sind teilweise so komplex, dass wir vom Fach oft zwei- bis dreimal die amtsdeutschen Unterlagen auswerten müssen." Doch rechtfertigt das die Einführung eines neuen Schulfachs....? Bild: Patpitchaya
 
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