Vier Argumente gegen die ‚Respekt-Rente‘

Berater Bilderstrecken von Michael Fiedler

Mit seinen Plänen zur Einführung einer ‚Respekt-Rente‘ erntet Bundesarbeitsminister Hubertus Heil nicht nur Beifall. Wirtschaftsforscher, FDP und auch der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) sind dagegen. Auf welche Argumente sich die Gegner der stützen.

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Stechen diese vier Trümpfe gegen die Respekt-Rente von Hubertus Heil?

Laut Koalitionsvertrag sollen Geringverdiener besser vor Altersarmut geschützt werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil legte ein entsprechendes Konzept vor, das allerdings höhere Zuschläge als im Koalitionsvertrag vereinbart, vorsieht.

„Immerhin besser als der ursprüngliche Plan“, so das Fazit von Anke Voss, Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater e.V., zu der vorgeschlagenen ‚Respekt-Rente‘ von Hubertus Heil.
Allerdings scheint sie eine der wenigen Befürworter des Konzepts zu sein. Inzwischen hat sich breiter Widerstand formiert: von FDP über BVK bis hin zu den Wirtschaftsinstituten ifo und IW Köln. Worauf sich die Gegenargumentation stützt:

Vier Argumente gegen die ‚Respekt-Rente‘

IW Köln: Bedürftigkeitsprüfung muss bleiben
Das IW Köln stößt sich u.a. am geplanten Wegfall der Bedürftigkeitsprüfung. Diese sei kein „Übel, mit dem Anspruchsberechtigte gegängelt werden sollen, sondern notwendig, um den Steuerzahler vor unberechtigter Inanspruchnahme zu schützen.“ Die Kölner empfehlen, an der Bedürftigkeitsprüfung festzuhalten, aber einen allgemeinen Freibetrag bei der Anrechnung eigener Einkommen auf den Grundsicherungsanspruch einzuräumen. Dann würden gesetzliche Rentner wie Selbständige mit unterschiedlichen Versicherungsbiografien eine leistungsbezogene Aufstockung ihrer Grundsicherung erhalten, so die Einschätzung des IW Köln.
 
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