Bei diesen Lebensversicherern brummt das Fondsgeschäft

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Kunden lieben Garantien, die über klassische Policen aber wertvolle Rendite kosten. Kein Wunder also, dass fondsgebundene Policen an Bedeutung gewinnen. Welchen Anbietern 2017 das größte Wachstum im Neuzugang gelang.

Das Ranking zeigt, bei welchen Lebensversicherern das Fondsgeschäft in 2017 voll durchstarten konnte_Foto: ruigsantos

Altersvorsorge und Nullzinsen passen irgendwie nicht zusammen. Erst recht nicht, wenn man den Kundenwunsch Nummer eins berücksichtigt: Sicherheit und Garantien. Denn wer unter den aktuellen Rahmenbedingungen nur klassisch sparen will, dem ist im Alter nur eines garantiert - garantiert zu wenig Rente. 

Als Lösung aus der Zwickmühle zwischen Rendite und Sicherheit spielen sich seit gut zwei Jahren Fondspolicen wieder in den vertrieblichen Vordergrund. Um 18 Prozent stieg der Neuzugang nach laufendem Beitrag allein zwischen 2015 und 2017. Die Summe der fondsgebundenen Kapitalanlagen der 68 Lebensversicherer im procontra-LV-Check 2018 stieg 2017 auf 95 Milliarden Euro und damit um rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die klassischen Kapitalanlagen wuchsen hingegen nur um 2,4 Prozent an.

Für Kunden erscheint es ideal, chancenreiche Kapitalanlagen mit einer lebenslangen Rentenzahlung zu kombinieren. Auch die Lebensversicherer forcieren die Nachfrage, da fondsgebundene Policen, bei denen der Versicherungsnehmer das Anlagerisiko trägt, weniger Eigenkapital erfordern als die Klassiker.

Im Ranking zeigen wir die Anbieter, die ihren Neuzugang in der Fondssparte (min. 10 Mio. €) im vergangenen Bilanzjahr am deutlichsten steigern konnten. Dem Gewinner gelang dabei mehr als eine Verdreifachung.

 

15 Lebensversicherer bei denen das Fondsgeschäft brummte

#14 Nürnberger +2,9 % (Neuzugang: 36,1 Mio. €)
Der Stellenwert fondsgebundener Policen war schonmal höher bei der Nürnberger. Etwa 2014 als fast 890.000 Policen im Bestand waren. In 2017 waren es rund 820.000 und der Neuzugang stand für 26,6 % des Gesamtgeschäftes. Dennoch stieg er um 2,9 Prozent ggü. dem Vorjahr.
 
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