DVAG: 20 Argumente gegen einen Provisionsdeckel

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Die mögliche Einführung eines Provisionsdeckels in der Lebensversicherung schwebt bedrohlich über der Branche. Dr. Helge Lach, Vorstandsmitglied der Deutschen Vermögensberatung, nennt 20 Argumente dagegen.

Aus seiner Sicht sprechen viele Gründe gegen die Einführung eines LV-Provisionsdeckels: DVAG-Vorstand Dr. Helge Lach.

Aus seiner Sicht sprechen viele Gründe gegen die Einführung eines LV-Provisionsdeckels: DVAG-Vorstand Dr. Helge Lach. Bild: DVAG

Ein Provisionsdeckel in der Lebensversicherung wird immer wahrscheinlicher – so ist es diesen Sommer aus Regierungskreisen durchgesickert. Seitdem ist das Thema in der Branche präsenter denn je. Aus Sicht der einen ist ein solcher Deckel längst überfällig, andere rechnen durch ihn mit einem Schaden für die unabhängige Beratung und wieder andere befürchten sogar einen schmutzigen Deal zu Lasten der Vermittler.

Dass gerade diese nichts dafür können, findet auch Dr. Helge Lach, Mitglied des Vorstands der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). In der Ausgabe 17/2018 der Zeitschrift für Versicherungswesen nennt Lach deshalb 20 Argumente gegen die Einführung eines Provisionsdeckels in der Lebensversicherung und für die Notwendigkeit auskömmlicher Provisionen. Diese haben wir in einer Bilderstrecke zusammengestellt.

20 Argumente gegen den Provisionsdeckel

Sozialpolitische Komponente wird unterschätzt
Dass es dieses große Volumen an privater Altersvorsorge gibt, liegt in erster Linie an den über 200.000 Versicherungsvermittlern und über 30.000 Bank- und Sparkassenfilialen in Deutschland, die ihre Kunden zur privaten Altersvorsorge beraten, also gemeinsam mit dem Verbraucher den Bedarf ermitteln, bei der Produktauswahl helfen und während der Vertragslaufzeit Service leisten. Ohne diese privatwirtschaftlich organisierte Beratungstätigkeit gäbe es keine flächendeckende private Altersvorsorge. Es beweist aber auch, dass die Privatwirtschaft in diesem Segment sehr gut funktioniert. Dies gilt auch für die betriebliche Altersvorsorge, die die Vermittler vor allem in die klein- und mittelständischen Unternehmen hineintragen. Politische und regulatorische Maßnahmen, die sich negativ auf das verfügbare Beratungsangebot auswirken (können), haben aufgrund dieses Zusammenhangs eine weit reichende sozialpolitische Komponente. Der gesellschaftspolitisch wichtige Aspekt der Berater und Vermittler für die Gewährleistung einer in der Breite der Bevölkerung auskömmlichen Altersvorsorge wird von der Politik leider viel zu wenig gesehen, beachtet und gewürdigt. Quelle: shutterstock/ pathdoc
 
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