Die PKV-Beitragsrückerstattungen 2017

Versicherungen Top News von Florian Burghardt

Zwischen Ostern und Weihnachten erhalten viele privat Krankenversicherte eine Beitragsrückerstattung von ihren Anbietern. Wie viel Geld Debeka, Allianz, DKV und Co an ihre Kunden ausschütten und was es über die Erstattungen zu wissen gilt.

Nicht wenige privat Krankenversicherte können sich auch in diesem Jahr über eine Rückerstattung von zwei bis drei Monatsbeiträgen freuen.

Nicht wenige privat Krankenversicherte können sich auch in diesem Jahr über eine Rückerstattung von zwei bis drei Monatsbeiträgen freuen. Bild: lightstargod/Pixabay

Die Beitragsanpassungen der privaten Krankenversicherer können mitunter deutliche Erhöhungen mit sich bringen. So werden beispielsweise einige Tarife der Axa nächstes Jahr um über 30 Prozent teurer.

Freudig blicken daher aktuell mehrere hunderttausend Versicherte auf die Beitragsrückerstattungen ihrer Anbieter. Die auf den PKV-Tarifwechsel spezialisierten Makler von KVoptimal haben die Gesellschaften zusammengetragen, die bereits Zahlen vermeldet haben. So werden in diesem Jahr 10 Versicherer etwa 994 Millionen Euro an ihre Versicherten auszahlen. Nach Höhe der Gesamterstattungssumme sind das:

  • Debeka (360 Millionen Euro; 420.000 Anspruchsberechtigte)    
  • DKV (148 Millionen Euro; k.A.)    
  • Allianz (118 Millionen Euro; k.A.)
  • Signal (91 Millionen Euro; 125.000 Anspruchsberechtigte)
  • Continentale (73 Millionen Euro; 87.500 Anspruchsberechtigte)         
  • Hallesche (65 Millionen Euro; 100.000 Anspruchsberechtigte)     
  • Barmenia (57,9 Millionen Euro; 84.000 Anspruchsberechtigte)     
  • Deutscher Ring (32 Millionen Euro; 37.000 Anspruchsberechtigte)     
  • Gothaer (26 Millionen Euro; 57.000 Anspruchsberechtigte)     
  • Universa (23 Millionen Euro; k.A.)

Damit schüttet der Marktführer Debeka, der für 2018 auch sinkende PKV-Beiträge angekündigt hat, nicht nur das meiste Geld aus, bei ihm erhalten auch die meisten Versicherten eine Rückerstattung. Diese ist allerdings mit durchschnittlich 857 Euro pro Kopf nicht die höchste. Etwas mehr gibt es mit 865 Euro beim Deutschen Ring.

Auch wenn eine Rückerstattung von zwei bis drei Monatsbeiträgen sehr lukrativ erscheint: Michael Glorius von KVoptimal empfiehlt, „einen Tarif nicht nach einer in Aussicht gestellten Beitragsrückerstattung auszuwählen.“ Verbraucher sollten hingegen ausschließlich auf die Leistungen achten, die zum Gesundheitszustand und den individuellen Ansprüchen passen.

In seinem Blogbeitrag erklärt Glorius auch einige grundliegende Fakten zu PKV-Beitragsrückerstattungen. Wir haben diese in der folgenden Bilderstrecke zusammengestellt.

4 Fragen zur PKV-Beitragsrückerstattung

Welche Arten von Beitragsrückerstattungen gibt es?
Grundsätzlich wird zwischen einer erfolgsabhängigen und erfolgsunabhängigen Beitragsrückerstattung unterschieden. Die meisten PKV-Anbieter gewähren eine erfolgsabhängige Beitragsrückzahlung, die abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Situation des Versicherers ausgezahlt wird und von den Überschüssen abhängt. Die garantierte erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung wird unabhängig vom Unternehmenserfolg ausgezahlt und wird klar in den jeweiligen Versicherungsbedingungen als Anspruch auf eine Beitragsrückerstattung geregelt. Bild: skeeze/Pixabay
 
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