Map-Report: 2 Krankenvollversicherer erhalten Höchstnote

Martin Thaler Berater Versicherungen Top News Meistgeklickt

Die Wahl des privaten Krankenversicherers will wohlüberlegt sein, schließlich hat sie oft ein Leben lang Bestand. Im aktuellen Map-Report konnten insbesondere zwei Versicherer überzeugen.

Map-Report Bild: filo

2 private Krankenvollversicherer erhielten im aktuellen Map-Report die Höchstnote. Bild: filo

Der eigenen Gesundheit messen viele Deutsche nicht erst seit der Corona-Pandemie eine hohe Relevanz bei. Das gilt auch im Hinblick auf den eigenen Versicherungsschutz. Entsprechend heißt es bei der Auswahl des passenden Krankenversicherers Sorgfalt an den Tag zu legen. Entscheidend sind dabei nicht nur die jeweiligen Produkte an sich, sondern auch die Servicequalität sowie die finanzielle Kraft des Versicherers – schließlich gibt sie Aufschluss darüber, ob die Beiträge der Versicherten auch zukünftig verhältnismäßig stabil bleiben.  

Das Analysehaus Franke & Bornberg hat nun die 22. Auflage des Map-Reports „Rating private Krankenversicherung“ vorgelegt. Hierfür wurden die Anbieter privater Krankenvollversicherungen in den Bereichen Bilanz, Service sowie Entwicklungen der Beiträge untersucht.  

Die Versicherer konnten dabei insgesamt 100 Punkte erhalten – jeweils 30 entfielen auf jeden der oben genannten Bereiche. Weitere zehn Punkte konnten die untersuchten Gesellschaften mit der Flexibilität ihrer Tarife erlangen.  

Nur 12 Versicherer liefern Daten

Allerdings lieferten in diesem Jahr nur zwölf Versicherer mit insgesamt 47 Prozent Marktanteil die für das Rating erforderlichen Daten. Für die übrigen 18 Versicherer konnte Franke & Bornberg nur auf die öffentlich zugänglichen Bilanzkennzahlen sowie Beschwerdequoten zurückgreifen.  

Die Zurückhaltung so vieler Gesellschaften, die bereits im vergangenen Jahr ausbaufähig ausgefallen war (13 Gesellschaften mit insgesamt 47 Prozent Markanteil), hatte Reinhard Klages, Chefredakteur des Map-Reports, im vergangenen Jahr wie folgt erklärt: „Wir zeigen, worauf es bei guten PKV-Versicherern ankommt und legen sämtliche Bewertungskriterien samt Werteskala offen. Doch die Transparenz hat auch ihre Schattenseiten. Denn jeder Versicherer kann bereits vor der Datenlieferung einschätzen, ob seine Leistungen für eine gute Bewertung reichen würden. Das kann schon mal auf die Motivation zur Teilnahme durchschlagen.“  

Während im vergangenen Jahr acht Versicherer die Höchstnote erreichten, waren es in diesem Jahr nur zwei. Das liegt in erster Linie daran, dass die höchste Bewertungskategorie in diesem Jahr erstmals ab 85 und nicht wie im Vorjahr bereits ab 75 Punkten vergeben wurde.  

Debeka mit höchster Punktzahl

Die höchste Punktzahl (86,40) erhielt wie bereits im Vorjahr die Debeka. Vor allem im Bereich „Service“ konnten die Koblenzer nahezu vollends überzeugen und kamen auf 29,7 von 30 möglichen Punkten. Ebenfalls mit der neuen Höchstnote wurde die Signal Iduna (85. Punkte) ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr ebenfalls auf dem zweiten Rang des Rankings gelandet war.  

Auch auf den weiteren Plätzen gab es im Vergleich zum Vorjahr nur wenige Veränderungen: So landeten die LVM (82,90 Punkte) sowie die R+V (82,55) erneut auf den Plätzen drei und vier. Neu auf Platz fünf ist hingegen die Allianz (81,30), die im Vorjahr noch auf dem achten Rang gelistet war.