Ideal hält Überschussbeteiligung konstant

Martin Thaler Berater LV-Check Versicherungen

Zum Ende des Jahres geben die Lebensversicherer ihre Überschussbeteiligungen für die kommenden zwölf Monate bekannt. Bei der Berliner Ideal spürt man schon die einsetzende Zinswende.

Ideal Bild: Ideal

Die Ideal ist in der Regel der erste Versicherer, der seine Überschussbeteiligung für das kommende Jahr bekannt gibt. Bild: Ideal

Wie gewohnt ist es auch in diesem Jahr die Berliner Ideal Versicherung, die als erste ihre Überschussbeteiligung für das kommende Jahr bekannt gibt. Wie bereits in den beiden Vorjahren wird die laufende Verzinsung auch 2023 bei 3,0 Prozent liegen. Mit den Schluss-Überschussanteilen und der Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven können manche Kunden, je nachdem welchen Vertrag sie haben, auf eine Gesamtverzinsung von bis zu 3,7 Prozent kommen.  

In den vergangenen Jahren gehörte die Ideal stets zu den Anbietern mit der höchsten Überschussbeteiligung am Markt. Begründet wird dies mit einer sehr hohen Immobilienquote. So waren Ende 2020 16,7 Prozent des Kapitalanlagebestands in Immobilien investiert – branchenweit ist das Spitze.

Vertrieblicher Fokus auf  Pflegeversicherungen

Die Ideal gab zudem bekannt, dass der temporäre Zinsabschlag von 0,5 Prozentpunkten, der bislang für Verträge mit Einmalbeitrag beziehungsweise mit kombinierter Beitragszahlung galt, im kommenden Jahr entfallen werde. Eine Regelung, die für Neu- sowie Bestandsverträge gilt. Begründet wird dieser Schritt mit dem sich wandelnden Zinsumfeld. Durch die Niedrigzinsen waren in den vergangenen Jahren die Überschussbeteiligungen bei vielen Lebensversicherern teils deutlich zusammengeschmolzen.  

Im kommenden Jahr soll der vertriebliche Fokus jedoch auf die private Pflegezusatzversicherung gelegt werden, teilt die Ideal mit. Grund hierfür seien die bestehenden Probleme in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme, insbesondere der Pflege. „So soll der privaten Absicherung des Pflegerisikos wieder mehr Aufmerksamkeit in der Vorsorgeberatung verschafft werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.