Das sind die besten Rentenversicherungen

Martin Thaler Berater Top News

Private Altersvorsorge ist auch in Krisenzeiten unerlässlich, auch wenn die Kunden zurückhaltender agieren. Umso wichtiger ist folglich die Qualität der jeweiligen Versicherung, argumentiert das Analysehaus Franke & Bornberg. Erneut haben die Hannoveraner Hunderte Rentenversicherungen untersucht.

Rentenversicherung Bild: CoffeeAndMilk

Der Großteil der von Franke & Bornberg untersuchten Rentenversicherungen wusste zu überzeugen. Bild: CoffeeAndMilk

Die rasch steigenden Preise beuteln derzeit viele Bürger dieses Landes – und das wohl noch für einige Zeit. Das Münchener Ifo-Institut geht auch für die kommenden Monate davon aus, dass Händler und Restaurants ihre Preise weiter anheben werden. So planen derzeit 100 Prozent der vom Ifo-Institut befragten Lebensmittelhändler Preiserhöhungen, bei Drogerien sind es immerhin 92 Prozent.  

Angesichts der Geldentwertung wird sich so mancher zweimal überlegen, wofür er sein Geld ausgibt. Glaubt man einer aktuellen Umfrage der Canada Life steht der Versicherungsschutz ganz hinten auf der Streichliste. Gefragt nach den wahrscheinlisten Einsparmöglichkeiten, nannten die meisten Befragten: größere Anschaffungen und Urlaube. Lediglich neun Prozent wollten den Rotstift auch bei ihren Versicherungen ansetzen – am ehesten übrigens bei Sachversicherungen.  

„Nichts zu tun, ist keine Option“

Explizit gefragt nach ihrer privaten Altersvorsorge sagten 65 Prozent, an ihren bestehenden Verträgen festhalten zu wollen. Nur vier Prozent erklärten, ihre Lebens- oder Rentenversicherung bereits gekündigt zu haben, drei Prozent ziehen es darüber hinaus in Erwägung.  

Natürlich handelt es sich hierbei nur um eine Momentaufnahme, die zudem keine Aussagen über das Neugeschäft trifft. Denn angesichts der hohen Inflation wird es zunehmend schwieriger, mit seiner Altersvorsorge einen positiven Realzins zu erwirtschaften. Ob dadurch die Motivation der Deutschen erlahmt, privat für ihren Ruhestand vorzusorgen, bleibt abzuwarten.  

„Nichts zu tun, ist keine Option“, hält das Analysehaus Franke & Bornberg dagegen – allerdings käme es jetzt um so mehr darauf an, einen guten Tarif abzuschließen. Erneut haben die Hannoveraner folglich den Markt für Rentenversicherungen unter die Lupe genommen und insgesamt 444 Tarife geprüft. Das sind deutlich weniger als noch im Vorjahr, als noch 650 Tarife einer Prüfung unterzogen wurden.

Gründe hierfür liegen laut dem Geschäftsführer des Analysehauses, Michael Franke, unter anderem am Rückzug vieler Versicherer aus dem Riester-Geschäft. „Als Reaktion auf den Zinsschwund haben sich die meisten Versicherer komplett vom Riester-Neugeschäft verabschiedet“, so Franke. Auch die Zahl der Unternehmen, die ihren Kunden Klassik-Tarife offeriert, sinkt kontinuierlich. „Nur ein gutes Drittel der Gesellschaften hat noch Klassik im Angebot.“ Zudem werte man Tarifvariationen, die sich nur geringfügig unterschieden und deshalb die selbe Note bekamen, mittlerweile nur noch als einen Tarif.  

6 Produktkategorien

Im Vergleich zum Vorjahr hat das Analysehaus mit der Einführung einer neuen Produktkategorie auch sein Rating angepasst. Wurden Rentenversicherungen mit Indexpartizipation im Vorjahr noch zur sogenannten „Neuen Klassik“ gezählt, werden sie in diesem Jahr als eigene Kategorie geführt. Insgesamt gibt es somit die folgenden sechs Produktkategorien:  

  • Klassik (Rentenversicherungen mit garantiertem Rechnungszins. Sparbeiträge werden ausschließlich im Sicherungsvermögen des Versicherers angelegt.)  
  • Neue Klassik (Sparbeiträge fließen ebenfalls ins Sicherungsvermögen des Versicherers. Durch den Verzicht auf Garantien besteht aber die Möglichkeit auf höhere Renditen.)  
  • Klassische Rentenversicherung mit Indexpartizipation (Sparbeiträge fließen ins Sicherungsvermögen des Versicherers. Die Überschussbeteiligung kann aber wahlweise die Teilhabe an einem Index fließen.)  
  • Beitragsorientierte Hybride Rentenversicherung (Der Anleger entscheidet, welcher Anteil seines Sparbeitrags ins Sicherungsvermögen und welcher in die Fondsanlage fließt. Der Versicherer schichtet nicht um.)
  • Garantieorientierte Hybride Rentenversicherung (Tarife mit vereinbartem Garantieniveau, das durch Umschichten des Vertragsguthabens zwischen Sicherungsvermögen und fondsorientierter Anlage sichergestellt ist. Vertragsguthaben, das nicht zur Garantiedeckung erforderlich ist, kann renditeorientiert angelegt werden.)  
  • Fondsgebundene Rentenversicherungen (Sparbeiträge werden ausschließlich in Fonds investiert.)  

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