Schadenfall der Woche: Geschirrspüler hält junge Frau gefangen

Martin Thaler Panorama

Technische Geräte sollen einem in der Küche beim Backen, Kochen oder Reinigen helfen. Eines sorgte nun aber dafür, dass seine Besitzerin unfreiwilligerweise stundenlang im Bad zubringen musste.

Schadenfall Bild: procontra

Eine junge Frau aus Lörrach war von ihrem Geschirrspüler im Badezimmer eingesperrt worden. Bild: procontra

Wenn sich die eigene Küche gegen einen wendet, mag sich so mancher an die Kurzgeschichte „Rhea M – Es begann ohne Warnung“ erinnern. Horror-Altmeister Stephen King beschreibt hierin, wie sämtliche technischen Geräte auf der Erde ein Eigenleben entwickeln – ein vorbeiziehender Komet trägt hieran die Schuld.

Nicht nur Autos, Zapfsäulen und Getränkeautomaten werden dadurch zu wahren Killermaschinen, auch in der eigenen Küche ist der Mensch plötzlich nicht mehr vor seinen elektrischen Helfern sicher.  

Ob Kometen-Einfluss auch für einen Vorfall, der sich neulich im badischen Lörrach ereignete, verantwortlich zeigt, darf jedoch bezweifelt werden. Stattdessen dürfte man diesen eher unter „Tücken der Technik“ abspeichern.  

Geschirrspüler sperrt Frau ein

Aber von vorne. Eine 22-jährige hatte ihr Badezimmer aufgesucht. Just in diesem Moment beendete der unmittelbar vor der Badezimmertür stehende Geschirrspülautomat seine Arbeit. Der technische Clou: Sobald das Waschprogramm beendet ist, springt die Luke automatisch auf.  

Eigentlich eine nützliche Erfindung. Für die junge Frau aber der Beginn für ein stundenlanges Badezimmer-Martyrium. Die offene Luke blockierte nämlich nun die nach außen öffnende Badezimmertür, wie das Portal „nordbayern.de“ berichtet. Da es im Badezimmer auch kein Fenster gab, war die Frau gefangen.  

Per Handy – das hatte sie glücklicherweise ins Bad mitgenommen – informierte sie eine Freundin und diese schließlich die Polizei. Diese musste allerdings auch unverrichteter Dinge abrücken. Denn die Frau hatte ihren Wohnungsschlüssel innen in der Eingangstür stecken lassen, so dass der Einsatz eines von der Nachbarin organisierten Zweitschlüssels erfolglos blieb. Erst die Feuerwehr konnte die Frau letztlich befreien.