R+V-Chef Norbert Rollinger wird neuer GDV-Präsident

Anne Mareile Walter Versicherungen

Das Präsidium des Branchenverbandes hat den Vorstandsvorsitzenden des Wiesbadener Versicherungskonzerns an die Spitze gewählt. Norbert Rollinger löst Wolfgang Weiler ab, der nach fünf Jahren aus dem Amt ausscheidet.

Rollinger Bild: GDV

Der neue GDV-Präsident Norbert Rollinger (rechts) mit GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen (links). Bild: GDV

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat einen Spitzenposten neu besetzt: R+V-Chef Norbert Rollinger wird den Branchenverband künftig als Präsident vertreten. Am Mittwoch wählte das GDV-Präsidium den 58-Jährigen in die Führungsposition. Bisher leitete Rollinger beim GDV den Präsidialausschuss Risikoschutz für Gesellschaft und Wirtschaft. Er löst als neuer Präsident Wolfgang Weiler ab, der viele Jahre lang Vorstandssprecher des Kfz-Versicherers Huk-Coburg war und nun nach fünf Jahren als GDV-Präsident aus dem Amt ausscheidet.

„Wolfgang Weiler hat den GDV erfolgreich durch die Corona-Pandemie gelenkt, das Thema Nachhaltigkeit als Kernelement unseres Geschäftsmodells herausgearbeitet und nicht zuletzt die personelle Erneuerung des Verbands umgesetzt“, lobte Rollinger seinen Vorgänger. Er selbst ist gebürtiger Rheinländer und besitzt die luxemburgische Staatsangehörigkeit, seit 2012 ist er Präsidiumsmitglied im GDV. Als promovierter Jurist und Betriebswirt startete Rollinger seine berufliche Laufbahn bei der Beratungsfirma McKinsey. Es folgten Führungspositionen bei der DBV-Winterthur, Axa und Generali. Seit 2017 ist er Vorstandschef des Wiesbadener R+V-Konzerns.

In seiner neuen Position beim GDV dürfte er gemeinsam mit Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen in den kommenden Monaten vor allem folgende Themen auf der Agenda haben: eine mögliche Pflichtversicherung gegen Elementarschäden und die Reform der Riester-Rente.