Maklers Meinung: „Wir schauen gezielt auf regionale Förderung“

Gastkommentar Sachwerte

In den letzten Monaten wurden die Fördermittel für Neubaten merklich zusammengestrichen, der Fokus stattdessen auf Bestandsimmobilien gelegt. Berater sollten darum auch regionale Fördermöglichkeiten im Blick behalten, ist Baufianzierungsexperte Frank Klein überzeugt.

Baufinanzierungsexperte Frank Klein Bild: Dr. Klein

Wünscht sich eine gezielte Förderung von Familien, erneuerbaren Energien und Heizsystemen: Baufinanzierungsexperte Frank Klein Bild: Dr. Klein

„In den letzten Monaten wurden die Fördermittel für den Neubau massiv gekürzt, den die alte Regierung noch stärker gefördert hat. Hier wurde eine neue Richtung eingeschlagen, der Fokus liegt jetzt auf Bestandsimmobilien. Die Energieeffizienzprogramme wurden quasi alle gestrichen und neuer Standard ist das KFW 40-Haus, das schon eine hohe Energieeffizienz hat. Aktuell können private Bauherren bei der KfW in erster Linie das Wohneigentumsprogramm 124 in Anspruch nehmen.

Zudem kann man auch Einzelförderungen für den Bereich Wärmeerzeugung beim Bafa abrufen – theoretisch auch parallel, da dies nicht als Doppelförderung angesehen wird. Allerdings kann es da manchmal länger dauern, bis das Geld kommt, was Bauherren bei der Planung im Hinterkopf haben sollten.

Insofern sollte dies vielleicht besser als Sondertilgung verwendet werden. Weitere Fördermöglichkeiten durch den Staat gibt es zudem für Teilbereiche, etwa über das Wohnkindergeld oder die Grunderwerbssteuer. Wir schauen bei Dr. Klein auch gezielt auf die regionale Förderung, die wichtiger wird. Vielen sind diese Fördermöglichkeiten nicht so bekannt. Hier können Berater punkten und einen Mehrwert generieren. Zudem ist es ratsam, auch auf einen Energieberater zuzugehen, der alle Fördermöglichkeiten kennt. Allerdings sind diese aktuell massiv überlastet und oft schwer zu bekommen.

Mein Wunsch mit Blick auf eine Förderung beim Neubau wäre, den Fokus hier nicht unbedingt auf Mehrfamilienhäuser zu legen, weil die Mittel oft von Bauträgern abgegriffen werden. Stattdessen sollte die Förderung auf Familien, erneuerbaren Energien und Heizsystemen liegen.“