Strengere Vorschriften für Kundenbewertungsportale

Detlef Pohl Berater Top News

34er-Berater können die Neukundengewinnung auch über Bewertungsportale forcieren. Mit wenig Aufwand lässt sich die eigene Reputation steigern und die Akquisition befördern. Allerdings sind seit kurzem strengere Regeln zu beachten.

Für Kundenbewertungsportale gelten seit einigen Monaten neue Regeln. Bild: phototechno

Für Kundenbewertungsportale gelten seit einigen Monaten neue Regeln. Bild: phototechno

„Mit Hilfe von Bewertungsportalen lässt sich sowohl die Neukundenakquisition vorantreiben als auch die Beziehung zu Bestandskunden festigen“, sagt Finanz- und Versicherungsmakler Wolfgang Ruch, Inhaber der Ruch Finanzberatung in Borgsdorf bei Berlin. Dazu hatte er schon vor geraumer Zeit über seine Erfahrungen vor Berufskollegen auf einem Maklerforum der Interessengemeinschaft Deutscher Versicherungsmakler (IGVM) berichtet. „Das ist Teil meiner Online-Strategie“ sagt Ruch.

Ruch berät hauptsächlich Privatkunden zu Versicherungen, Baufinanzierungen und Geldanlage. Um auf diesem Feld voranzukommen, wählte er entsprechende Portale aus. Ziel war es, vor allem regionale Präsenz und Aufmerksamkeit der Maklerfirma bei online-affinen Kunden zu verbessern. Umgekehrt gilt aber auch: Schlechte Kundenbewertungen schaden der Reputation.

Warum ein Makler auf Who Finance schwört

Aus dem Angebot von rund zehn Portalen hatte der Makler zunächst fünf in die engere Wahl gezogen: Who Finance, Banking-check.de, Proven Expert, Google und Facebook. Unterm Strich entschied er sich für Who Finance, auch weil es dort hunderttausende geprüfte Bewertungen gibt – ausschließlich für Finanzberater. Berater haben dort auch die Möglichkeit, gegen eine Bewertung Einspruch zu erheben. Im Falle eines Einspruchs wird die Bewertung vorübergehend gesperrt, bis beide Seiten angehört und eine Entscheidung des Portals getroffen ist.

Jede Bewertung werde einzeln verifiziert. Der Berater schafft sich hohe Reputation auch in der Tages- und Fachpresse, wo auch regelmäßige Rankings und Erwähnungen erscheinen, etwa die „Deutschlands 300 Top-Finanzberater“. Dort als Berater gelistet zu sein kostet Ruch 1.270 Euro im Jahr.

Deutlich stärkere Aufmerksamkeit in der Region

„Solche Portale tragen allein durch die Einbeziehung von Kundenbewertungen zu einer ungeahnten Aufmerksamkeit bei“, die den Ruf des Beraters aufwertet, so Ruch. Bewertungsportale seien gut und nützlich, wenn man sie konsequent nutzt und die Kunden als festen Bestandteil im Beratungs- und Betreuungsprozess um Bewertungen bittet.

„Nur wenn man in seiner Region auf den vorderen Plätzen steht, erhält man Neukunden“, sagt Ruch. Das alles mache jedoch auch Arbeit. Würden solche Portale nur selten genutzt, „schaden sie mehr als dass es etwas bringt.“ Sein Tipp: „Makler sollten sich eine Plattform aussuchen und dann intensiv nutzen.“

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