PKV: Die besten Beihilfeversicherer aus Sicht der Vema-Makler

Martin Thaler Berater Versicherungen

Beamte sind eine Zielgruppe von essentieller Bedeutung für die privaten Krankenversicherer. Welche Anbieter in der Gunst der Makler derzeit weit oben stehen, hat nun die Maklergenossenschaft Vema ihre Mitglieder gefragt.

Beihilfeberechtigt eBild: FatCamera

Auf welche Versicherer setzen die Vema-Makler, wenn es um die Absicherung Beihilfeberechtigter geht? Bild: FatCamera

Trotz eindringlicher Kritik des PKV-Verbands hält die Landesregierung von Baden-Württemberg weiter an ihrem Plan fest, das sogenannte „Hamburger Modell“ auch im Ländle einzuführen. Beamte in Baden-Württemberg sollen ab 1. Januar die Möglichkeit bekommen, sich leichter in der Gesetzlichen Krankenversicherung versichern zu können.  

Bislang müssen Staatsdiener, die sich gesetzlich krankenversichern wollen, den vollen Beitrag aus eigener Tasche zahlen, das Land beteiligt sich nicht. Entsprechend unattraktiv ist die gesetzliche Krankenversicherung aus Sicht vieler Beamten. Das soll sich zukünftig ändern – so will die Landesregierung eine pauschale GKV-Beihilfe als Alternative zur individuellen Beihilfe in der privaten Krankenversicherung zahlen. Baden-Württemberg würde damit eine Entwicklung fortsetzen, die bereits in einigen anderen Bundesländern (Bremen, Hamburg, Thüringen, Brandenburg und Berlin) zu beobachten ist.  

Die ablehnende Haltung der privaten Krankenversicherung ist nachvollziehbar: Schließlich sind Beamte die Zielgruppe, in der Vollversicherungen noch steigenden Absatz finden. „Die Versicherer mit positivem Wachstum sind überwiegend im Beihilfegeschäft tätig und dort gut aufgestellt“, erklärte Alexander Kraus, Fachkoordinator Krankenversicherung bei der Kölner Ratingagentur Assekurata.  

Das Beihilfegeschäft ist folglich eine äußerst wichtige Säule für die privaten Krankenversicherer. Makler bilden hier laut neuester GDV-Vertriebswegestatistik mit einem Neugeschäftsanteil von 24,3 Prozent den zweitwichtigsten Vertriebskanal.  

Axa/DBV wichtigster Anbieter im Neugeschäft

Auf welche Versicherer Makler beim Neugeschäft zuerst setzen, ist darum für die Produktgeber von entscheidender Bedeutung. Genau diese Frage hat die Maklergenossenschaft Vema nun ihren Mitgliedern gestellt. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Von den 593 Maklern, die sich an der Abstimmung zum besten Krankenversicherer für Beihilfeberechtigte beteiligten, nannte fast ein Viertel (24,45 Prozent) die Axa beziehungsweise deren Tochter DBV als wichtigsten Anbieter fürs Neugeschäft. Bei der letzten PKV-Abstimmung war die Axa noch auf dem zweiten Platz hinter der Signal Iduna gelandet. Der Dortmunder Versicherer landete in diesem Jahr mit einem Stimmanteil von 11,30 Prozent auf dem zweiten Rang, gefolgt von der Barmenia (10,62 Prozent) und der Alten Oldenburger (8,26 Prozent).  

Wie üblich wurden die Vema-Makler auch nach einer qualitativen Einschätzung der Versicherer gefragt. Hierbei galt es Schulnoten zwischen eins und sechs für die Kategorien Produktqualität, Antragsbearbeitung/Policierung, Schadenbearbeitung und Erreichbarkeit zu vergeben, die anschließend zu einem Mittelwert verrechnet wurden.  

Das beste Ergebnis erreichte hier in allen vier Kategorien die Alte Oldenburger, die somit im Ergebnis auf eine Gesamtnote von 1,31 kam. Deutlich dahinter kommen die Universa (1,61), die Barmenia (1,70), die Continentale (1,85) und die Bayerische Beamtenkrankenkasse (1,89). Die Neugeschäftssieger Axa und Signal Iduna landen hier mit Durchschnittsnoten von 1,99 beziehungsweise 1,93 nur auf den hinteren Plätze

VersichererNennungenAnteilMittelwert
Axa (DBV)14524,45 %1,99
Signal Iduna6711,30 %1,93
Barmenia6310,62 %1,70
Alte Oldenburger498,26 %1,31
Universa396,58 %1,61
Allianz 325,40 %1,90
Bay. Beamtenkrankenkasse325,40 %1,89
HanseMerkur264,38 %1,93
Continentale 244,05 %1,85
DKV244,05 %2,09
Sonstige Versicherer9516,02 %2,01