Alte Leipziger investiert in Solarpark-Projekt

Anne Mareile Walter Produkte & Personalien Berater Versicherungen

Der Versicherer hat rund 50 Prozent der Anteile an einem Solarpark-Großprojekt erworben, die Debeka will Post-Covid-Patienten mit einem Nachsorge-Programm unterstützen und das Berliner Insurtech Element bringt gemeinsam mit Policenwerk eine Unfallversicherung auf den Markt.

Solarpark Bild: procontra

Mit der Investition in ein Solarpark-Großprojekt intensiviert die Alte Leipziger-Versicherungsgruppe ihr Engagement in erneuerbare Energien. Bild: procontra

Die Alte Leipziger-Hallesche Versicherungsgruppe (ALH) verstärkt ihre Investitionen in erneuerbare Energien: Sie hat 49,9 Prozent der Anteile an einem Solarpark-Portfolio des Stromerzeugers EnBW übernommen. Hierzu gehören 16 Solarparks mit einer Gesamtleistung von 597 Megawatt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.      

„Wir freuen uns, mit der ALH Gruppe einen Investor gefunden zu haben, der langfristig in den Solarprojekten der EnBW engagiert bleiben möchte“, erklärte dazu EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer und ergänzte: Der Verkaufserlös solle in Wachstumsprojekte in den Bereichen Erneuerbare Energien und Netze investiert werden. Teil des Portfolios sind unter anderem die neuen Solar-Großprojekte Weesow, Gottesgabe und Alttrebbin. Die Stromproduktion der Parks deckt den Bedarf von 200.000 Drei-Personen-Haushalten. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Basler überarbeitet Haftpflicht-Tarife

Die Basler hat ihr Angebot in der privaten Haftpflichtversicherung komplett überarbeitet: Ab August sollen nach Angaben des Versicherers neue Tarife mit insgesamt mehr als 50 Verbesserungen angeboten werden. So wurde beispielsweise die Versicherungssumme im Ambiente-Tarif auf 15 Millionen Euro erhöht. Im Top-Tarif ist künftig die Nutzung von Pedelecs und E-Bikes ohne Kennzeichen, das Laden fremder Fahrzeuge an der eigenen Wallbox sowie der Betrieb von Anlagen mit erneuerbaren Energien mitversichert. Haftpflichtschäden, die im Internet entstehen, sind bis zehn Millionen Euro ebenfalls Teil des Leistungsumfangs. Und: Die Versicherungssumme von privaten Bauvorhaben wurde auf 300.000 Euro erhöht. Auch die Versicherungssummen für Hunde- und Pferdehalter sind nach Mitteilung des Versicherers verbessert worden: Die Forderungsausfalldeckung wurde aufgestockt, zudem gibt es künftig Schutz bei geliehenen Pferdeanhängern.

Nachsorge gegen Corona-Langzeitfolgen

Hilfe bei Corona-Langzeitfolgen – dafür will die Debeka Krankenversicherung in Kooperation mit der Berliner Charité-Universitätsmedizin sorgen: Versicherte, die nach mehr als zwölf Wochen noch mit den Folgen einer Corona-Erkrankung zu tun haben, können ab sofort an dem Nachsorgekonzept Restart teilnehmen. In dem Programm werden anhand eines Online-Fragebogens die jeweiligen Post-Covid-Beschwerden erfasst und medizinisch ausgewertet. Anschließend erfolgt eine Einschätzung durch das Diagnostik-Zentrum der Charité. Dadurch sollen die Symptome einer Post-Covid-Behandlung eingeordnet sowie ein geeigneter Behandlungsweg für den Versicherten gefunden werden.

Element und Policenwerk kooperieren

Das Berliner Insurtech Element und die Würzburger Policenwerk Assekuradeure haben gemeinsam eine neue Unfallversicherung auf den Markt gebracht. Maklern und Endkunden sollen mit der Police „bedarfsorientierte und individuelle Tarife zur optimalen Absicherung von Unfällen“ angeboten werden. Dabei agiert Element als Risikoträger und übernimmt das Schadenmanagement. Der Basis- und Topschutz-Tarif enthält keine Gesundheitsprüfung und Kunden bekommen auch bei Knochenbrüchen Schmerzensgeld (sogenanntes „Gipsgeld“). Zudem gibt es in den Tarifen keine Beitragserhöhungen mit fortschreitendem Alter.

Nach Mitteilung von Element soll die Unfallversicherung nur der Anfang einer Kooperation mit Policenwerk sein. In diesem Jahr seien weitere Konzepte für Wohngebäude-, Fahrrad- und Tierkrankenversicherungen geplant. Mit der Zusammenarbeit wolle man besser auf den „dynamischen Markt“ reagieren.

Tarif-Update in der Unfallversicherung

Die Continentale hat die Tarife in der betrieblichen Unfallversicherung UnfallGiroTeam einem Update unterzogen. Gewerbekunden im Gruppenunfall-Tarif bekommen nun mehr Schutz, die Leistungsgrenzen in der XL- und XXL-Tarifvariante wurden erhöht. Ab sofort ist für Gewerbekunden ein neuer Top-Schutz wählbar, mit dem sich die Leistungsgrenzen aus der XXL-Variante verdoppeln lassen. Und der Kunde soll früher die volle Leistung erhalten: Die Höchstleistung ohne Abzüge bei Unfallrente und Einmalzahlung wird nun bei 75 Prozent Invalidität ausgezahlt. Weitere Neuerungen: Die Kurkosten-Beihilfe wird bis 10.000 Euro verstärkt, im XXL-Tarif und Top-Schutz ist zudem ein Kostenzuschuss für Begleitpersonen versichert. Bei kosmetischen Operationen nach einem Unfall erhalten Kunden Zahlungen in Höhe von bis zu 18 Monatsrenten. Die betriebliche Unfallversicherung lässt sich ab drei versicherten Personen vereinbaren.