4 Versicherungstipps für Unternehmensgründer

Florian Burghardt Berater

Gründer laufen Gefahr, den Versicherungsschutz für sich und ihre Startups auf die lange Bank zu schieben, glaubt man bei Finanzchef24. Der Gewerbeversicherungsmakler gibt Tipps, worauf junge Unternehmer frühzeitig achten sollten.

Manche Policen sind für bestimmte Branchen bei der Ausschreibung von Aufträgen essentiell, auch wenn keine gesetzliche Versicherungspflicht besteht. Bild: .shock

Manche Policen sind für bestimmte Branchen bei der Ausschreibung von Aufträgen essentiell, auch wenn keine gesetzliche Versicherungspflicht besteht. Bild: .shock

„Immer wieder unterliegen Gründer der Fehlannahme, dass Versicherungen nur die Kür seien. Im Gegenteil: In einigen Fällen sind sie sogar Pflicht“, sagt Payam Rezvanian, CMO bei Finanzchef24. Das als Makler registrierte Online-Vergleichsportal für Gewerbeversicherungen warnt die Entscheider bei Startup-Unternehmen davor, die Policen zum Schutz ihrer Ideen verspätet abzuschließen, weil ihnen erst einmal alles andere wichtiger vorkommt. Doch das könne bei einem frühen Schadenfall dazu führen, dass der Startup-Traum beendet ist, bevor er richtig angefangen hat.

Beispielsweise seien Steuerberater und Rechtsanwälte dazu verpflichtet, eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abzuschließen. Unter anderem für Architekten und Ingenieure gelte das gleiche in Bezug auf eine Berufshaftpflichtversicherung. „Wer sich nicht rechtzeitig um die Versicherung kümmert, kann sein Geschäft in einigen Fällen gar nicht anmelden“, sagt der Finanzchef24-Geschäftsführer. Die Kosten seien jedoch überschaubar und bewegten sich für Startups je nach Branche im Schnitt zwischen 70 Euro und 250 Euro pro Jahr.

Für Gründer aller Branchen hat Finanzchef24 vier Tipps parat.

  1. In der finanziell oft angespannten Anfangsphase einer Unternehmensgründung sind günstige Versicherungsbeiträge hilfreich. Einige Versicherer würden Einstiegsangebote für Gründer beziehungsweise junge Unternehmer anbieten, die sich im Wesentlichen für die ersten Jahre durch einen günstigeren Preis auszeichneten.

  2. Für spezielle Zielgruppen hätten manche Versicherer bereits vorkonfigurierte Produktbündel im Angebot. Auch hierbei ließe sich sparen.

  3. Bei der Ausschreibung mancher Aufträge würden die Kunden einen Versicherungsnachweis verlangen, zum Beispiel eine Betriebshaftpflichtversicherung für Handwerksbetriebe. Ohne Police gebe es hier keine Zusage, auch wenn ansonsten alles passe. Ein weiterer Grund für einen frühzeitigen Abschluss, auch wenn für die Tätigkeit keine gesetzliche Versicherungspflicht besteht.

  4. Schnelles Wachstum ist schön. Doch dieses sollte immer sofort dem Versicherer gemeldet werden, so dass dieser den Schutz entsprechend anpassen kann. Das gleiche gelte auch für Änderungen der Unternehmensdaten, zum Beispiel bei der Betriebsart.

Darüber hinaus sollten die Gründer, bei der Absicherung ihrer Betriebe, sich selbst nicht vergessen, rät man seitens Finanzchef24. Denn das wertvollste Gut seien die Gründer selbst. Deshalb sei eine leistungsstarke Kranken- und BU-Versicherung sehr wichtig. Unter dem Strich sei es unerlässlich für Gründer, sich noch vor dem Start des Geschäftsbetriebs zum Thema Versicherungsschutz beraten zu lassen.