Policen Direkt vermeldet Rekordzahlen bei Bestandsübernahmen

Martin Thaler Berater

Insgesamt 120 Bestände von kleineren Maklern hat Policen Direkt seit 2019 aufgekauft. Nach einer gewissen Zurückhaltung in den ersten drei Monaten dieses Jahres zog das Geschäft im zweiten Quartal merklich an.

Philipp Kanschik. Bild: Policen Direkt

Vermeldete Rekordzahlen bei Bestandsübernahmen: Policen-Direkt-Geschäftsführer Philipp Kanschik. Bild: Policen Direkt

Die Policen-Direkt-Gruppe ist weiter auf Wachstumskurs. Nachdem die Frankfurter im Laufe dieses Jahres bereits die Übernahme von drei Maklerhäusern – der VIS Versicherungsmakler GmbH, der Secura Gumpp AG und der OHV Versicherungsmakler GmbH – bekannt gegeben hatte, vermelden sie nun auch Rekordzahlen beim Kauf von Maklerbeständen.  

Insgesamt 32 Bestände habe man im zweiten Quartal des Jahres übernommen. Hinter den übernommenen Beständen steht laut Policen Direkt ein Prämienvolumen von circa 20 Millionen Euro, die laufenden Courtageeinnahmen liegen bei 1,65 Millionen Euro. „Mit diesem Ergebnis sind wir erneut stark gewachsen und der Marktführer für die Übernahme von Beständen kleinerer und mittelgroßer Makler in Deutschland“, kommentierte Policen-Direkt-Geschäftsführer Dr. Philipp Kanschik die Zahlen.  

Bereits für das Vorjahr hatten die Frankfurter ein starkes Wachstum kommuniziert. So sei 2021 im Schnitt ein neuer Bestand pro Woche übernommen wurden, die übernommenen Bestände lagen dabei zwischen 5.000 und 400.000 Euro Courtageumsatz.  

6 Bestandsübernahmen im ersten Quartal

Wesentlich gedämpfter fiel der Bestandskauf in den ersten drei Monaten des Jahres aus. Lediglich sechs Maklerbestände wurden in diesem Zeitraum übernommen, teilte Policen Direkt auf procontra-Nachfrage mit. „Das erste Quartal ist bei Bestandskäufern normalerweise das Schwächste. Grundsätzlich beschäftigen sich zwar viele Makler nach dem Jahresendgeschäft mit dem Thema Nachfolge. Die Entscheidung wird dann aber aufgrund der Komplexität der Materie erst im 2. oder 3. Quartal getroffen“, kommentierte ein Sprecher die vergleichsweise niedrigen Zahlen. Auch der Ukraine-Krieg spielte hier eine Rolle. „In plötzlich auftretenden politisch-gesellschaftlichen Krisensituationen vertagen Makler ihre Nachfolgeentscheidung, das konnte man auch schon zu Beginn der Corona-Krise beobachten.“  

Seit 2019 kauft die Policen-Direkt-Gruppe Maklerbestände im Rahmen sogenannter Asset-Deals auf. Insgesamt 120 Bestände haben man seitdem übernommen, teilt das Unternehmen mit. Zielgruppe sind Makler und Maklerhäuser mit bis zu fünf Mitarbeitern, deren Fokus auf Privat- und kleineren Gewerbekunden liegt.  

Weitere Maklerhaus-Übernahme angekündigt

Trotz einer verstärkt zu beobachtenden Konsolidierung auf dem Maklermarkt, sei diese Zielgruppe – zu der wohl die meisten der Versicherungsmakler in Deutschland zu zählen sind – von Investoren bislang unbeachtet geblieben.  

Doch nicht nur bei Asset Deals, auch bei Firmenübernahmen (Shared Deals) will Policen Direkt weiter wachsen. So soll in Kürze die Übernahme eines weiteren Maklerunternehmens mit zwei Standorten bekannt gegeben werden. Mittelfristig plant Policen Direkt den Aufbau von insgesamt 15 Standorten in Deutschland.