Kanzlei Michaelis entwickelt VSH-Police für Makler

Anne Mareile Walter Berater Produkte & Personalien

Die auf Maklerrecht spezialisierte Kanzlei bringt die erste Allgefahren-Deckung für Vermittler auf den Markt. Die Zurich setzt in puncto Kfz auf Nachhaltigkeit, die FinanzNet GmbH legt ihren Fokus auf die Honorarberatung und die Stuttgarter zieht beim Einkommensschutz „Lehren“ aus der Corona-Pandemie.

Michaelis Bild: procontra

Die Kanzlei Michaelis hat eine erste Allgefahrendeckung speziell für Makler entwickelt, der neue bKV-Schutz der Generali sichert künftig auch bereits laufende Behandlungen ab und die Zurich-Gruppe schreibt Nachhaltigkeit im Motor-Segment künftig groß. Bild: procontra

„Versicherungsschutz für alle Gefahren und Risiken eines Versicherungsmaklers, die nicht explizit ausgeschlossen sind“. Damit bewirbt die auf Maklerrecht spezialisierte Kanzlei Michaelis eine neue Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, die sie speziell für Makler entwickelt hat – nach eigenen Angaben die erste Allgefahrendeckung für die Berufsgruppe auf dem deutschen Markt.

In den Versicherungsbedingungen der All-Risk-Deckung seien laut Pressemitteilung zahlreiche Leistungserweiterungen genannt, die den „Versicherungsumfang verdeutlichen“. So bestehe beispielsweise garantierter Versicherungsschutz auch im Falle einer fehlenden Beratungsdokumentation. Zudem sei auf eine Quotelung bei grober Fahrlässigkeit sowie auf ein Sonderkündigungsrecht nach einem Schadenfall verzichtet worden. Darüber hinaus bestehe im Rahmen einer erweiterten AHB-Deckung Versicherungsschutz für die Büro-/Betriebshaftpflichtversicherung. Und im Falle von Streitigkeiten um die Berufszulassung gibt es eine Deckungserweiterung, die eine versicherte außergerichtliche Unterstützung bei Auseinandersetzungen beinhaltet.

Erweitertes bKV-Angebot bei der Generali

Die Generali hat ihr Angebot im Segment der betrieblichen Krankenversicherung erweitert: Künftig beinhaltet das Produkt „Business+“ die Unterbringung im Ein-Bett-Zimmer, Chefarztbehandlungen sowie die Kostenübernahme für hochwertigen Zahnersatz. Mit speziellen Vorsorge- und Gesundheitsbudget-Tarifen können Arbeitnehmer*innen zudem frei wählbare Leistungen aus unterschiedlichen Kategorien bis zu einem bestimmten jährlichen Budget in Anspruch zu nehmen.

Dazu zählen unter anderem Vorsorgeuntersuchungen, Präventionskurse, Sehhilfen, Hörgeräte, Krankenhaustagegeld oder Heilpraktiker-Leistungen. Der neue Versicherungsschutz schließe alle Vorerkrankungen mit ein und sichere auch bereits laufende Behandlungen ab – ohne Gesundheitsprüfung. Für Ehe- und Lebenspartner sowie deren Kinder kann innerhalb von sechs Monaten eine „Familienversicherungsoption“ zu denselben Bedingungen genutzt werden.

Neue Tarife für Risikolebensversicherungen

Die DELA Lebensversicherungen haben ihr Tarifangebot für die Produkte „aktiv Leben“ und „aktiv Leben plus“ überarbeitet und die Differenzierung nach Berufsgruppen bei der Prämienkalkulation erweitert. „Unser erweitertes Tarifangebot kommt dem Wunsch unserer Vertriebspartner nach, bei der Prämienkalkulation und -ermittlung noch besser differenzieren zu können und ihren Kunden auf diese Weise die optimale Absicherung ihrer Liebsten zu den bestmöglichen Konditionen anbieten zu können“, erläutert DELA-Hauptbevollmächtigter Walter Capellmann den Hintergrund. Die neuen Tarife würden nun bei den Berufsgruppen zwischen kaufmännisch-administrativen und handwerklich-technischen Tätigkeiten unterscheiden.

Die klassischen Leistungsmerkmale seien inklusive. So bietet beispielsweise der Premium-Tarif aktiv Leben plus+ eine ereignisunabhängige Nachversicherung bis maximal 100.000 Euro, eine vorgezogene Todesfall-Leistung bei 12-monatiger Lebenserwartung sowie eine Verlängerungsoption von bis zu 15 Jahren ohne Gesundheitsprüfung. Von der neuen Tarifstruktur ausgenommen sind die Zusatzversicherungen Krankheit und Pflege.

Nachhaltiges Kfz-Angebot

Mit einer neuen Produktlinie will sich die Zurich Gruppe im Motorsegment stärker auf nachhaltige Mobilitätskonzepte fokussieren und so den „tiefgreifenden Veränderungen im Automobilsegment“ Rechnung tragen. „Die Mobilität hat sich in den letzten Jahren stark verändert: Ein verändertes Fahrverhalten durch die Corona-Pandemie, immer mehr Leasing-Fahrzeuge und nicht zuletzt ein wachsender Anteil alternativer Antriebsformen erfordern, dass wir unser Angebot kontinuierlich verbessern und auf diese neuen Anforderungen ausrichten,“ erklärt Chief Underwriting Officer Claudia Max.

Das neue Kfz-Angebot der Zurich-Gruppe beinhalte neue Deckungen und Preise sowie ein überarbeitetes Angebot in Bezug auf nachhaltige Mobilität. Kinder von Bestandskunden können künftig die sogenannte „Junge Fahrer Police“ abschließen. Sie berechtigt junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren, alle Fahrzeuge zu fahren, die bei der Zurich versichert sind. Damit ist in den Hauptverträgen keine Anpassung des Fahrerkreises und des jüngsten Fahreralters mehr notwendig.

Gestärkte Honorarberatung

Mit einer neuen Kooperation will die FinanzNet Unabhängige Finanzberater GmbH die Honorarberatung in Deutschland stärken: Durch eine Zusammenarbeit mit der HonorarKonzept GmbH sollen Finanzberater der FinanzNet von deren Nettoprodukt- und Honorarserviceangebot profitieren.

Die HonorarKonzept stellt im Rahmen der neuen Vereinbarung verschiedene Servicepakete zur Verfügung, darunter Seminarangebote, eine breite Auswahl an Nettotarifen und professionelle Honorarberatungssoftware. „Die Honorarberatung in Deutschland wird in der Zukunft im Investment- und Versicherungsmarkt einen noch stärkeren Stellenwert bekommen“, ist FinanzNet-Geschäftsführer Sebastian Weißschnur überzeugt.

Update in der BU-Police

Die R+V hat zum 1. Juli ihre Berufsunfähigkeits-Versicherung überarbeitet und sie in die drei Tariflinien classic, comfort und premium aufgeteilt. In allen drei Produktvarianten werden künftig ab einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit Leistungen ausgezahlt, ohne Verweisung auf einen anderen als den ausgeübten Beruf. Die laufenden Überschüsse können auf Wunsch des Kunden in einem nachhaltig ausgerichteten Fonds der Union Investment angelegt werden. Zum Ende der Vertragslaufzeit folgt eine steuerfreie Auszahlung.

Hinzu kommt: Bei bestimmten Anlässen lässt sich zudem der Versicherungsschutz erhöhen – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Dazu zählt beispielsweise die Aufnahme eines neuen Berufs, die Aufnahme eines Immobiliendarlehens oder die Geburt eines Kindes. In der classic-Variante erhalten Versicherte eine Rente, sobald die BU 18 Monate andauert. In den Varianten comfort und premiumwerden BU-Renten rückwirkend ab Eintritt der Berufsunfähigkeit ausgezahlt.

„Die Absicherung gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt“, betont die R+V-Vorstandsvorsitzende Claudia Andersch. „Wenn das Einkommen wegfällt, kann dies die Betroffenen schnell in existentielle Nöte bringen.“ Mit der neuen Aufteilung in drei Varianten könne jeder Kunde die BU-Absicherung jetzt besser an seine individuellen Bedürfnisse anpassen.

Stuttgarter überarbeitet Einkommensabsicherung

Die Stuttgarter Lebensversicherung hat ihr Einkommensabsicherungs-Konzept „easi“ überarbeitet und nach eigenen Angaben an „neue Entwicklungen und Trends angepasst“. Im Zuge dessen sollen nun junge Kunden zielgerichteter angesprochen werden. Als große Klammer rund um alle „easi“-Produkte habe dabei das Thema Nachhaltigkeit gedient: Als „Lehre aus der Corona-Zeit“ sind in der Police künftig unter anderem sensorische Grundfähigkeiten, wie Riechen und Schmecken, mitversichert.

Parallel sollen Versicherte durch umfangreiche Neukalkulationen in vielen Vertragskonstellationen weniger als bisher bezahlen. So sinke die Prämie für den GrundSchutz+ ohne Zusatzpakete um etwa 14 Prozent. Zudem wurde die versicherte Mobilität neu strukturiert: Die Nutzung des ÖPNV und Fernverkehrs kann nun zusammen mit der Grundfähigkeit „Fahrrad fahren“ im neuen Zusatzpaket „ride“ versichert werden.