JDC will Versicherungsmakler kaufen

Martin Thaler Berater Nachfolgeregelung Meistgeklickt

Der Münchener Maklerpool JDC will über ein Joint Venture Versicherungsmakler sowie -agenturen erwerben. In einem sich konsolidierenden Markt ist der Maklerpool nicht der einzige, der auf Zukäufe setzt.

JDC-Geschäftsführer Dr. Sebastian Grabmaier Bild: JDC

Will Versicherungsmakler und Versicherungsagenturen aufkaufen: JDC-Geschäftsführer Dr. Sebastian Grabmaier Bild: JDC

Der Maklerpool JDC hat zusammen mit der zur Great-West Lifeco gehörenden Canada Life Irish Holding und dem US-amerikanischen Finanzinvestor Bain Capital die Gründung eines Joint Ventures bekannt gegeben. Dieses soll künftig Versicherungsmakler und -agenturen in Deutschland und Österreich aufkaufen.  

Die erworbenen Makler und Agenturen sollen mittels Service-Vereinbarungen an die Abwicklungs-Plattform der JDC-Gruppe angeschlossen werden. Der Vorstand der JDC-Gruppe erwartet durch die Zukäufe einen „deutlich positiven Einfluss auf Umsatz und Ergebnis“. Wie groß dieser Einfluss ausfallen wird, hänge vom Volumen sowie dem Zeitpunkt der Zukäufe ab. Noch steht die Gründung des Joint Ventures allerdings unter dem Vorbehalt des Kartellamtes.  

Der vergleichsweise stark fragmentierte deutsche Maklermarkt wird auch von anderen Marktteilnehmern als Chance begriffen. So gab erst am Montag die Frankfurter Maklergruppe MRH Trowe die Übernahme dreier weiterer Maklerunternehmen bekannt.

Auch der Zweitmarkthändler Policen Direkt hat in diesem Jahr bereits mehrere Zukäufe getätigt. Im Gespräch mit procontra gab Policen-Direkt-Vorstand Ernesto Knein das mittelfristige Ziel aus, insgesamt 15 Standorte in Deutschland auf- und diese durch Zukäufe zu führenden Maklern in ihrer Region auszubauen. 

Bei Policen Direkt geht man von einer starken Konsolidierung des Maklermarktes aus. So werde langfristig von den gut 45.000 Maklern nur noch eine vierstellige Zahl übrigbleiben, erklärte Knein.