Insurtech Element sammelt über 21 Millionen ein

Anne Mareile Walter Versicherungen

Das Berliner Versicherungs-Start-up Element kann dank einer neuen Finanzierungsrunde sein Gesamtinvestment auf nun 88 Millionen Euro steigern. Mit dem frischen Kapital sollen unter anderem „neue Produktkategorien ins Portfolio integriert“ werden.

Element Bild: Lightboxx

Trotz Inflation und Zinsanstieg sammelt das Berliner Insurtech Element 21,4 Millionen Euro von Investoren ein. Bild: Lightboxx

Eine Bewertung von 4,5 Milliarden Dollar und Investorengelder von 400 Millionen – damit machte erst kürzlich das Berliner Insurtech Wefox Schlagzeilen. Nun zieht, trotz Inflation, Krieg und Zinsanstieg, ein weiteres Versicherungs-Start-up nach, wenn auch mit weniger rekordverdächtigen Zahlen: Das Berliner Insurtech Element verkündete, in einer neuen Finanzierungstunde weitere 21,4 Millionen Euro von Investoren eingesammelt zu haben.

Damit liegt das Gesamtinvestment des Digitalversicherers aktuell bei 88 Millionen Euro. Angeführt wird die neue Investitionsrunde vom Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB). Darüber hinaus investierten Alma Mundi Ventures aus Spanien, die Hongkonger Investmentgesellschaft Witan Group sowie der luxemburgische Fintech-Investor Ilavska Vuillermoz Capital. Über seine Bewertung teilte das Start-up nichts mit.    

2021 stieg der Umsatz auf 10,4 Millionen Euro

Die neue Investitionsrunde bestätigt die bisherige Entwicklung von Element. Bereits im vergangenen Jahr stieg der Umsatz auf 10,4 Millionen Euro – eine Steigerung von mehr als 50 Prozent gegenüber 2020. Als sogenannter White-Label-Anbieter entwickelt das Insurtech aktuell Versicherungen für mehr als 50 Partner, die diese unter ihrem Namen mit entsprechenden Marketingmaßnahmen vertreiben. Bei seinen mehr als 200.000 Kunden ist der Digitalversicherer, der unter anderem Cloud-Ausfallversicherungen, Garantien für Immobilienkäufe oder All-Risk-Deckungen bietet, daher eher wenig bekannt. Aktuell werden die Element-Produkte von über 50 Partnern vertrieben, dazu zählen auch drei DAX 40-Unternehmen.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die ehemalige Axa-Vorständin Astrid Stange ab August als Doppelspitze mit dem bisherigen CEO Christian Macht das Unternehmen führen wird. Mit dem Kapital aus der Finanzierungsrunde will der Versicherer nun seine Marktposition in Deutschland ausbauen, zudem sollen neue Produktkategorien ins Portfolio integriert werden. Element-CEO Christian Macht fügte hinzu: „Vor allem aber werden wir unser langfristiges Ziel weiterverfolgen, unnötige Kosten in Milliardenhöhe im europäischen Versicherungsmarkt zu beseitigen."

Mit seinen Partnern und 140 Mitarbeitern ist Element in mehreren EU-Ländern aktiv. Bereits im vergangenen Sommer hatte der Versicherer 16 Millionen Euro eingesammelt. Die größten Investoren des 2017 gegründeten Insurtechs sind Finleap und Signals Invest – Ende vergangenen Jahres hielten diese Anteile von 45,1 Prozent beziehungsweise 18,5 Prozent an dem Unternehmen.