Diese BU-Versicherer überzeugten die Kunden

Martin Thaler Berater

Zum insgesamt sechsten Mal hat das Kölner Analysehaus Servicevalue die Besitzer von BU-Versicherungen zu ihrer Einschätzung ihres Versicherers befragt. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es einige Verschiebungen – dies liegt jedoch auch im Studiendesign begründet.

Kundenurteil zu BU-Versicherungen Bild: akinbostanci

Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat zum sechsten Mal BU-Kunden nach ihrer Zufriedenheit mit ihrem Anbieter gefragt. Bild: akinbostanci

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zweifellos zu den wichtigsten Absicherungen im Leben. Der Markt ist dabei breit gefächert. Interessierten steht eine Vielzahl an Anbietern und Policen zur Auswahl, aus der den individuell passenden Schutz zu finden gilt.    

Während die meisten Ratingagenturen Profis auf die Finanzstabilität oder Bedingungswerke der Versicherer blicken lässt, setzt das Kölner Analysehaus Servicevalue bei seinem „Serviceatlas Berufsunfähigkeitsversicherung“ auf die Meinung der Kunden. Insgesamt holten die Analysten 3.120 Kundenurteile zu insgesamt 37 Versicherern ein. Abgefragt wurde dabei die Meinung der Kunden zu 31 Leistungsmerkmalen, die sich auf die fünf Qualitätsmerkmale Produktangebot, Versicherungsbedingungen, Kundenservice, Kundenberatung und Preis-Leistungsverhältnis aufteilen.  

Beratung, Service und Angebot besonders wichtig

Für die Kunden besonders wichtig ist laut Servicevalue dabei die Kundenberatung, der Kundenservice sowie das Produktangebot. Hier können die Versicherer unter anderem mit einer guten Erreichbarkeit bei Fragen oder Problemen sowie mit freundlichen Service-Mitarbeitern punkten. Vor allem die LVM konnten die Kunden bei Service und Beratung überzeugen, beim Produktangebot lag hingegen die LV 1871 ganz vorne, die auch in der Kategorie Preis-Leistungsverhältnis am meisten zu überzeugen wusste. Bei den Versicherungsbedingungen sahen die befragten Kunden mehrheitlich die Allianz vorne.    

Insgesamt elf Versicherer wurden von den Kunden in diesem Jahr mit „sehr gut“ und damit der höchsten Note bewertet.

 

AnbieterNote
LV 1871sehr gut
Allianzsehr gut
LVMsehr gut
Ergo sehr gut
Generali Deutschlandsehr gut
Cosmos Direkt sehr gut
HUK-Coburgsehr gut
Hannoverschesehr gut
WWKsehr gut
Interrisksehr gut
Provinzial Versicherungsgruppesehr gut

Im Vergleich zum Vorjahr, in dem zehn Versicherer ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt bekamen, gibt es dabei einige Verschiebungen. Vier BU-Versicherer (VGH, Württembergische, Basler, Concordia) rutschten aus der Spitzengruppe in die Gruppe der mit „gut“ bewerteten Unternehmen ab, fünf Unternehmen (WWK, Generali, Interrisk, Ergo und Hannoversche) sind im Vergleich zum Vorjahr neu dabei.  

Neun Versicherer erhielten zudem die Note „gut“ – so viele wie im Vorjahr. Auch hier gibt es einige Verschiebungen: So wurden die R+V und die Universa im Vergleich zum Vorjahr herabgestuft, die Debeka ist dafür neu dabei.  

 

AnbieterNote
Debekagut
Baslergut
VGHgut
Barmeniagut
SV SparkassenVersicherunggut
Württembergischegut
Concordiagut
Swiss Lifegut
DEVKgut

Zu den Versicherern, die zwar in der Untersuchung Erwähnung finden, jedoch weder mit "sehr gut" noch mit "gut" bewertet wurden, gehören:

  • Gothaer, Universa, Axa, R+V, Öffentliche Versicherung Braunschweig, HDI, DBV, Europa, Alte Leipziger, Signal Iduna, Zurich Volkswohl Bund, Hanse Merkur, Versicherungskammer Bayern, Stuttgarter, Die Continentale, Nürnberger

Große Unterschiede zum Vorjahr

Dass die Kundenmeinung hier so starken Veränderungen unterworfen ist, liegt auch im Studiendesgin begründet. So sind die Befragten in diesem Jahr andere als im Vorjahr – entsprechend kann es zu unterschiedlichen Meinungen kommen. Da die Vorjahresergebnisse keinen Einfluss auf die diesjährige Umfrage haben, kann aus dem Rating nicht abgelesen werden, ob bestimmte Versicherer in puncto Service, Beratung, Produktauswahl etc. nachgelassen beziehungsweise sich verbessert haben.  

Die Umfrageergebnisse sind zudem nur ein sehr kleiner Ausschnitt der jeweiligen Kundenmeinungen. Im Schnitt wurden 74 Meinungen je Versicherer eingeholt, berichtet eine Unternehmenssprecherin auf procontra-Nachfrage. Es können jedoch auch weniger sein – 65 waren das zu erreichende Minimum, um für die Studie berücksichtigt zu werden. Die Aussagekraft der Studie sollte entsprechend nicht überbetont werden.