7 Tipps erfolgreicher Investoren

Gastkommentar Investmentfonds

Auch in unsicheren Zeiten gilt es für Anleger Ruhe zu bewahren. Welche einfachen Angewohnheiten dabei helfen können, erklärt Finanzexperte Dr. Hans-Jörg Naumer in seinem Gastkommentar.

Dr. Hans-Jörg Naumer, Director Global Capital Markets & Thematic Research bei Allianz Global Investors, Bild: Allianz

Dr. Hans-Jörg Naumer, Director Global Capital Markets & Thematic Research bei Allianz Global Investors, Bild: Allianz

Kapitalanlage und Vermögensaufbau sind keine triviale Angelegenheit, vor allem in Märkten wie diesen. Sieben einfache Angewohnheiten können dabei helfen, in Ruhe und Gelassenheit Kapital aufzubauen:

Angewohnheit Nr. 1: Erkenne Dich selbst – und hinterfrage Dein Vorhaben! Unser Gehirn ist das Ergebnis eines über die Jahrtausende währenden Entwicklungsprozesses. Dies führt dazu, dass wir auch heute noch zu steinzeitlichen Verhaltensmustern neigen, die sich nicht immer rational erklären lassen.

Angewohnheit Nr. 2: „Kaufkrafterhalt“, nicht „Sicherheit“ sollte die Steuergröße der Anlageentscheidung sein! Alles scheint sich um das Thema „Sicherheit“ zu drehen. „Sicherheit“ wird dabei häufig (miss-)verstanden als die Abwesenheit von Kursschwankungen. Die Inflation darf aber nicht unterschätzt werden.

Angewohnheit Nr. 3: Das fundamentale Gesetz der Kapitalanlage – auf die Risikoprämie setzen! Die Logik dahinter: Wer risikoreicher investiert, sollte erwarten können, dass diese Investitionen über die Zeit eine höhere Rendite erwirtschaften als risikolose und damit chancenärmere Alternativanlagen.

Angewohnheit Nr. 4: Investieren geht vor Spekulieren! Wer langfristigen Kapitalaufbau anstrebt, der spekuliert nicht, der investiert. Spekulieren, verstanden als das kurzfristige Setzen auf Kursbewegungen. Investieren, verstanden als mittel- bis längerfristige Kapitalanlage.

Angewohnheit Nr. 5: Selbstbindung an eine Strategie hilft überstürzte Entscheidungen zu vermeiden. Die strategische Vermögensallokation geht dem meist hektischen Hin- und Her vor.

Angewohnheit Nr. 6: Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Der Zinseszinseffekt ist bei der Kapitalanlage nicht zu unterschätzen.

Angewohnheit Nr. 7: Auf aktives Management setzen. Wer sich für aktives Fondsmanagement entscheidet, setzt nicht nur darauf, dass ihm die Profis hinter dem Fonds eine zusätzliche Rendite erwirtschaften. Er läuft auch weniger Gefahr, die Lieblinge der Börse von einst als „tote Pferde“ in seinem Depot zu behalten.