Signal Iduna kauft größten europäischen Solarpark

Anne Mareile Walter Versicherungen Produkte & Personalien

Mit dem Erwerb des Energieparks Witznitz will der Dortmunder Versicherer seinen „Beitrag zur Energiewende ausbauen“. Der Fondsverband BVI hat ein Tool für den Renditevergleich von offenen und geschlossenen Fonds entwickelt und die Helvetia bringt eine Elektronik-Flatrate-Versicherung auf den Markt.

Signal Bild: procontra

Die Signal Iduna investiert einen mittleren dreistelligen Betrag in einen Leipziger Solarpark, der BVI hat ein Tool für den Vergleich von offenen und geschlosenen Fonds entwickelt und interessierte Vermittler erhalten ab sofort einen Mustervertrag für die Honorarberatung. Bild: procontra

Für Makler gibt es immer wieder gute Gründe, um eine Honorarberatung mit ihren Kunden zu vereinbaren – sei es der leistungsstarke Nettotarif oder das bedarfsgerechte Konzept eines Direktversicherers. Um trotz Nettotarif Lohn zu kassieren, müssen dafür in der Regel separate Vergütungsvereinbarungen geschlossen werden.

Um Maklern hier unter die Arme zu greifen, hat der Arbeitskreis Beratungsprozesse nun im Austausch mit Verbänden und Produktgebern einen Mustervertrag aufgesetzt, der die Vergütungsvereinbarung mit Mandanten regelt. Darin sind Höhe und Fälligkeit des Honorars sowie weitere Modalitäten festgesetzt, dabei eignet sich die Textvorlage für Einmalbeträge wie für laufende Zahlungen. Eine konkrete Regelung für den Fall der Rechtsnachfolge, wie beispielsweise beim Verkauf, sorgt zudem für eine rechtskonforme Übertragung des Bestands. „Dank der engagierten Mitarbeit unserer Träger und Berufsverbände ist jetzt eine faire Vergütungsvereinbarung entstanden, die beiden Parteien gerecht wird“, erklärt dazu Michael Franke, einer der Initiatoren des Arbeitskreises Beratungsprozesse. Die Materialien können interessierte Makler kostenlos hier herunterladen: https://www.beratungsprozesse.de/downloads/

Konzept zum Renditevergleich bei Fonds

Um die Rendite offener und geschlossener Fonds erstmals miteinander vergleichen zu können, hat der Fondsverband BVI ein neues Konzept entwickelt. Damit kann die Wertentwicklung geschlossener Fonds auf Basis des etablierten Ansatzes für offene Fonds berechnet werden. Wie der BVI in seiner Pressemitteilung schreibt, seien so erstmals Vergleiche zwischen offenen und geschlossenen Fonds sowie innerhalb geschlossener Fonds möglich.  

Bei der Übertragung des Rechenansatzes „aus der offenen in die geschlossene Welt“ mussten mehrere Anpassungen vorgenommen werden. Denn: Bei geschlossenen Fonds existierten beispielsweise andere Vorschriften zur Bewertungsfrequenz als bei offenen Fonds, schreibt der Verband. Auch können bei geschlossenen Fonds Auszahlungen, wie Ausschüttungen oder Substanzauszahlungen, nicht wieder angelegt werden. Mit der neuen Berechnungsmethode sollen nun beide Hindernisse überwunden werden. Bei der für geschlossene Fonds gesetzlich vorgegebenen Bewertungsfrequenz – einmal pro Kalenderjahr – sei die Entwicklung aus der Praxis aufgegriffen worden, dass bei diesen Fonds freiwillig meist eine vierteljährliche oder monatliche indikative Ermittlung des Netto-Inventarwertes erfolgt. „Damit rückt die geschlossene Welt an die offene Welt heran“, so der BVI. Das 48-seitige Papier kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://www.bvi.de/fileadmin/user_upload/Statistik/Research/BVI_Research_Performancemessung_geschlossener_Fonds.pdf

Signal Iduna erwirbt größten Solarpark Europas

Für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag hat der Versicherer Signal Iduna und dessen Finanztochter HansaInvest Real Assets Europas größten Solarpark am Hainer See bei Leipzig gekauft. Wie es in der Pressemitteilung heißt, stehe das Projekt formell noch unter dem Vorbehalt der endgültigen Baugenehmigung. Bis zum zweiten Quartal 2023 sollen auf dem Gelände mehr als 1,1 Millionen Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 650 Megawatt installiert werden. Davon will die Signal Iduna 45 Megawatt im eigenen Bestand betreiben.

Die Gesamtleistung des Parks entspricht dem durchschnittlichen Jahresenergieverbrauch von rund 200.000 Vier-Personen-Haushalten. Basierend auf dem deutschen Energiemix 2020 würden dadurch nach Angaben von Signal Iduna pro Jahr mehr als 250.000 Tonnen CO2 eingespart.  

#DIE34ER starten „Independance Day“

Mit einer virtuellen Kick-off-Veranstaltung begeht die Community #DIE34ER am 14. Juni von 10 bis 13 Uhr den „Independance Day“. Auf der Veranstaltung, die für Community-Mitglieder kostenlos ist, wollen die drei Finanzanlagen-Influencer Franziska Zepf, Patrick Hamacher und Bastian Kunkel das Thema „Unabhängigkeit“ von unterschiedlichen Seiten beleuchten. #DIE34ER sind ein Netzwerk für junge Vermittler und wurden vom AfW gegründet. Wie der Vermittlerverband mitteilte, werden die drei Botschafter des Netzwerks nach ihren Vorträgen für Fragen zur Verfügung stehen. „Beim ‚Independence Day‘ wollen wir vor allem die Unabhängigkeit in den Vordergrund stellen und von verschiedenen Seiten beleuchten“, erklärt AfW-Vorstand Frank Rottenbacher den Hintergrund der Veranstaltung. Wer Mitglied der #DIE34ER-Community ist, kann sich zur Teilnahme unter folgendem Link anmelden: www.die34er.de

Helvetia startet Elektronik-Flatrate-Police

Der Versicherer Helvetia bringt nach eigenen Angaben die bundesweit erste Elektronik-Flatrate-Versicherung auf den Markt. Die Geräteversicherung „Easy All@Home“ wurde gemeinsam mit dem Assekuradeur Easy Insurance entwickelt. Mit einer monatlichen Prämie von 39 Euro werden alle elektronischen Geräte aus den Kategorien Haushalt, Informations- und Kommunikationselektronik sowie Unterhaltungselektronik abgesichert.

Zum Start ist die Versicherung an den Kauf eines elektronischen Produkts im stationären Einzelhandel gebunden. Während der Vertragslaufzeit können neu erworbene Geräte per App ohne Zusatzkosten hinzugefügt werden. Im Schadenfall melden Kunden die notwendige Reparatur ebenfalls über die App, bezahlen online den Selbstbehalt und werden anschließend an einen Elektronikreparaturpartner vermittelt. Im Idealfall handele es sich dabei um den Einzelhändler, über den die Versicherung abgeschlossen wurde, schreibt der Versicherer. Das Flatrate-Modell solle dem Endkunden eine „vollständige Kostenkontrolle“ und dem Einzelhändler „interessante Vertriebsanreize“ bieten.  

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