Schadenfall der Woche: Teuerstes Gemälde der Welt mit Torte beworfen

Hannah Petersohn Panorama

Immer wieder versuchen Museumsbesucher ausgestellte Kunstgegenstände zu beschädigen. Im aktuellen Fall traf es – mal wieder – die Mona Lisa, bei der es sich mit einer Versicherungssumme von geschätzten 850 Millionen wohl um das teuerste Gemälde der Welt handelt.

Bild: procontra

Wenn ein Gemälde wie die Mona Lisa mit über 800 Millionen Dollar versichert ist, hat das auch einen guten Grund – oder gleich mehrere. Bild: procontra

Der Mensch ist ein zerstörerisches Wesen: Dabei hat er es nicht nur auf die Natur oder gar andere Menschen abgesehen. Nein, auch Bilder und andere Kunstgegenstände müssen regelmäßig daran glauben. Aktuelles Beispiel: die Mona Lisa, die kürzlich Opfer eines Tortenwurfs wurde.

Das im Pariser Louvre sich befindende wohl berühmteste Gemälde zählt mit einer geschätzten Versicherungssumme von 850 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 790 Millionen Euro, zum weltweit teuersten Gemälde. Und ist seit jeher ein beliebtes Ziel von Vandalen und Bilderstürmer.  

Dabei hat Geschichte des Bildersturms hat eine lange Tradition. Während der Reformation im 16. Jahrhundert wurde die bildliche Darstellung von Christus und den Heiligen zum Teil vehement abgelehnt, was in der Zerstörung und Beschädigung besagter Bilder gipfelte. Mittelalterliche Kunstgegenstände wurden damit unwiederbringlich zerstört.

Was genau hingegen zeitgenössische Bilderstürmer zu ihren Taten veranlasst, darüber lässt sich nur spekulieren. Im aktuellen Fall attackierte ein Museumsbesucher, der als Frau verkleidet im Rollstuhl saß und sich plötzlich erhob, die Mona Lisa erst mit der Faust, um sie danach mit einer Cremetorte zu beschmieren. Zum krönenden Abschluss seiner Performance warf er rote Rosen in die irritierte Besuchermenge.

Schaden hat das Ölgemälde glücklicherweise nicht genommen: Seit einem Säureangriff und Steinwurf in den 1950er Jahren schütz eine kugelsichere Panzerglasvitrine das Kunstwerk. Es hielt den Hieben stand, die Schlieren der Sahnetorte ließen sich abwischen. Zuletzt wurde das unter dem Namen „La Gioconda“ bekannte Gemälde 2009 Opfer einer tätlichen Aggression: Damals bewarf ein Besucher das Bild mit einer Tasse. Schaden nahm damals nur die Tasse, die beim Aufprall zerbrach.

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