Altersvorsorge-Startup Vantik meldet Insolvenz an

Martin Thaler Berater Versicherungen Digital

Grund für die finanziellen Probleme ist eine geplatzte Inverstorenrunde, teilen die Berliner mit. Dennoch gibt man sich kämpferisch: Neue Investoren sollen den Weiterbetrieb sicherstellen.

Vantik Bild: Adobe Stock/Coloures-Pic

Das Berliner Altersvorsorge-StartUp Vantik hat Insolvenz angemeldet, gibt sich aber kämpferisch. Bild: Adobe Stock/Coloures-Pic

Das Berliner Altersvorsorge-StartUp Vantik hat Insolvenz angemeldet. Grund hierfür ist nach Aussage des Unternehmens, dass in der vergangenen Woche „völlig überraschend“ eine geplante Finanzierungsrunde geplatzt sei. Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg ordnete nach Eingang des Insolvenzantrags am 31. Mai die vorläufige Insolvenzverwaltung an – zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtanwalt Christian Otto bestellt.  

Dieser will sich darum bemühen, den Fortbestand des Unternehmens durch das Finden neuer Investoren sicherzustellen. „Ziel ist der Erhalt des Unternehmens im Wege einer Investorenlösung. Hierfür wird die Vantik GmbH alle derzeit zur Verfügung stehenden Optionen nutzen, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und fortzuführen“, erklärte Otto in einer Pressemitteilung.  

Keine Cashback-Punkte mehr

Für die Kunden des Unternehmens soll sich erst einmal nichts ändern. Der Geschäftsbetrieb werde unvermindert fortgesetzt, teilte Vantik mit. Die jeweiligen Fondsguthaben der Kunden seien sicher, auch die seitens des Unternehmens ausgegebene Debitcard sei weiter einsetzbar. Allerdings können derzeit keine Cashback-Punkte an die Kunden ausgezahlt werden.  

Die Cashback-Funktion ist essentiell für die Geschäftsidee von Vantik. Für jeden Einkauf, der mit der Vantik-Debitcard getätigt wurde, bekamen die Kunden ein Prozent wieder zurückgezahlt. Dieses Geld landete jedoch nicht wieder auf dem Konto des Kunden, sondern in einem Fonds von Vantik, in dem es für die Altersvorsorge des Kunden gespart werden sollte. Erst zum Renteneintritt sollte der Kunde dann von seinem durchs Shopping angesparten Fondsvermögen profitieren können.  

Bislang hat Vantik nach eigenen Angaben über 20.000 Nutzer und Nutzerinnen gewinnen können, die über zwölf Millionen Euro mit der Vantikcard umgesetzt und über fünf Millionen Euro angespart haben. Wie es für diese weitergeht, bleibt abzuwarten. Vantik-Gründer Til Klein gibt sich kämpferisch:  „Wir machen weiter. Unsere Mission ist noch nicht zu Ende.“

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