Schadenfall der Woche: Frau schreit Täter in die Flucht

Hannah Petersohn Panorama

Wer schreiend seinen Unmut äußert, kann sich der Aufmerksamkeit des Umfelds gewiss sein. Dabei kann lautstarkes Gellen auch ein Zeichen von Dominanz und Abwehr sein. Letztere Eigenschaft nutzte eine Frau, die in ihrer Wohnung von Einbrechern überrascht wurde – mit Erfolg.

Schadenfall der Woche: Frau schreit Täter in die Flucht Bild: procontra

Wer schreit, schreckt auf und ab: Mit lautstarkem Gellen ist es einer Frau gelungen, Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Bild: procontra

Der Schrei eines Säuglings ist die erste, für das Umfeld deutlich hörbare Lautäußerung eines Menschen. Der Start in die verbale Kommunikation ist damit geebnet. Dabei gibt es viele Gründe, mal lautstark Krach zu schlagen: Neben dem positiven Freudenschrei geben Unmut, Müdigkeit, Hunger, Schmerz, Schreck oder Angst Anlass für einen erregten Ausruf.

Darüber hinaus soll Schreien befreien und wer laut gellend seinen Unmut durch die Gegend posaunt, hat die Aufmerksamkeit auf seiner Seite. Das wissen nicht nur Kinder. Der Schrei sollte auch zum Standard-Repertoire eines jeden erwachsenen Menschen gehören, der sich in einer Notsituation wiederfindet. Und das Gute daran: Schreien erweckt dann nicht nur die dringend nötige Aufmerksamkeit – Schreien schreckt sogar ab!

Ein Blick ins Tierreich, von dem wir Menschen nun nicht allzu weit entfernt sind, verrät: Der Schrei kann auch einschüchtern, ein Signum der Dominanz sein. Genau diese Eigenschaft machte sich eine 53-Jährige zu eigen, die in ihrer Wohnung gegen Mitternacht von Einbrechern überrascht wurde.

Nachdem sie der Eindringlinge gewahr wurde, begann die Frau, laut einem aktuellen Blaulichtreport der Polizei Hagen (Nordrhein-Westfalen), derart laut zu schreien, dass die Gauner die Beine unter die Arme nahmen und fluchtartig davonliefen – ohne Beute und wohl mit einem veritablen Schrecken.

Dabei ist die Anzahl der Wohnungseinbrüche hierzulande auf einen historischen Tiefstand von 54.236 Fällen im vergangenen Jahr gesunken, wie aus den Zahlen der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervorgeht. Inwiefern das an einer Zunahme der Schrei-Fähigkeiten auf Seiten der Opfer liegen könnten, ist allerdings nicht übermittelt.

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