Schadenfall der Woche: Bankräuber im Geldregen

Martin Thaler Panorama

Die Polizei in Bonn sucht derzeit nach einem Unbekannten, der Anfang April eine Bank überfallen hat. Die Fahndungsfotos sind dabei ziemlich kurios und verdeutlichen das Scheitern des Raubs.

Schadenfall Bild: procontra

Ein Bankraub in Bonn verlief mal so gar nicht nach den Vorstellungen des Täters. Nun sucht die Polizei mit ziemlich kuriosen Fotos nach dem Unbekannten. Bild: procontra

Banküberfälle sind ziemlich aus der Mode gekommen – zu hoch scheint Ganoven mittlerweile das Risiko erwischt zu werden, zu gering fällt im Gegenzug die mögliche Beute aus. 2021 wurden gerade einmal 28 Überfälle auf Geldinstitute von der Polizei verzeichnet – kein Vergleich zu Beginn dieses Jahrtausends, als bis zu 767 (2003) Banken im Jahr von Räubern heimgesucht wurden.  

Die Polizei Bonn berichtet nun aber von einem Fall, der sich am 4. April in der Rheinstadt zugetragen hat. Nachahmungstäter dürfte dieser Fall allerdings eher nicht motivieren.  

Erst verlief der Überfall durchaus nach Plan. Mit vorgehaltener Schusswaffe forderte der Mann von der Bankbeschäftigten am Schalter das Geld, das eine Geschäftskundin kurz zuvor eingezahlt hatte. Dieses bekam er auch ausgehändigt. Doch ab dann lief alles anders, als vom Bankräuber geplant.  

Der Überfall verlief nicht nach Plan

Ein Kunde, der den Überfall bemerkt hatte, attackierte den Räuber und entriss diesem die zuvor getragene Kopfbedeckung – in der Folge ist der Mann auf den Bildern aus der Videokamera auch sehr gut zu erkennen.  

Zu erkennen ist auf den veröffentlichten Fotos noch etwas: Denn der Räuber verlor auf seiner Flucht nahezu seine gesamte Beute. Auf den Fahndungsbildern ist hinter dem Flüchtenden ein echter Geldregen zu erkennen – zahllose Scheine verabschieden sich aus der Tasche des Gauners und wirbeln durch die Räume der Bank. Instant Karma würde das Internet jetzt wohl titeln.  

Um dem Karma ein bisschen unter die Arme zu greifen, muss der bislang unbekannte Täter nur noch identifiziert werden. Wer helfen möchte, kann sich die Fotos des Täters hier anschauen.

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