Plug-Insurance: Neues Makler-Tool für betriebliche Vorsorge

Detlef Pohl Berater Meistgeklickt

Betriebliche Vorsorge funktioniert zunehmend digital. Nun hat das Portal „eVorsorge“, das bereits ein Fremdvertragsmodul für die bAV anbietet, sich zu einer Plattform mit dem Pool Jung, DMS & Cie. verbündet. Was Makler davon haben.

Seit 1. April können ausgewählte Makler mit Anbindung bei Jung, DMS & Cie. betriebliche Vorsorge mit einem digitalen Tool beraten, berichtet Poolchef Dr. Sebastian Grabmaier. Bild: Jung, DMS & Cie.

Seit 1. April können ausgewählte Makler mit Anbindung bei Jung, DMS & Cie. die gesamte betriebliche Vorsorge mit einem digitalen Tool beraten, berichtet Poolchef Dr. Sebastian Grabmaier. Bild: Jung, DMS & Cie.

Firmen wünschen sich vor allem, ihre bAV einfach und effizient zu verwalten, weiß Stefan Huber, Geschäftsführer des Software-Anbieters eVorsorge Systems GmbH. bAV-Plattformen, die komplexe digitale Anwendungs-, Beratungs- und Verwaltungssysteme anbieten, bauen auf den Vorgaben der bAV-Versorgungsordnung (VO) auf. „Es geht immer um eine universelle Schnittstelle und medienbruchfreies Arbeiten“, so Huber. Personen- und Vertragsdaten könnten durch den Arbeitgeber via Schnittstelle zum Beispiel in das eVorsorge-Portal eingespielt werden.

Dazu startet eVorsorge eine Kooperation mit der auf bAV spezialisierten Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Guse. Dadurch wird auch der Prozess der Erstellung einer VO beim Arbeitgeber in das System verlagert und lückenlos dokumentiert, erklärt Huber. Alle erforderlichen Daten würden plausibilisiert abgefragt und sofort an die Kanzlei Guse übermittelt. „Die fertige VO wird über eine Schnittstelle in das eVorsorge-System eingespielt und der Vermittler mittels elektronischen Postfachs und Push-Mail über den Eingang informiert“, so Huber vor einigen Monaten. „Die Funktionalität wurde technisch bereits realisiert, wird aber im Herbst ausgerollt“, heißt es jetzt auf Nachfrage von procontra.

Portallösungen schließen Digitalisierungslücken

Wie geht es nun weiter in Sachen bAV-Digitalisierung? In Bezug auf versicherungsförmige Lösungen in der Privatwirtschaft haben viele Versicherer Projekte zur Digitalisierung der bAV gestartet, so Huber. „Allerdings wird es noch drei bis vier Jahre dauern, bis die Branche  zu 100 Prozent digital zeitgemäß aufgestellt ist“, so der IT-Experte. Bis dahin können bAV-Portallösungen Digitalisierungslücken überbrücken.

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