Ex-Check24-Mitarbeiter planen Vorsorge-App für Endkunden und Makler

Martin Thaler Berater Digital

Einst arbeiteten sie für Check24, nun planen zwei Münchener eine Altersvorsorge-App für Endkunden sowie Makler. Von Investoren sammelten die beiden Gründer bereits 700.000 Euro ein.

Vinlivt Bild: Vinlivt

Wollen per App mehr Menschen zu mehr Vorsorge animieren: Die Vinlivt-Gründer Uwe Lätsch und Dariusz Borowski. Bild: Vinlivt

Investoren sehen offenbar großes Potenzial im Versicherungsgeschäft. Laut einer neuen Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Forrester Research Inc. flossen im vergangenen Jahr 19,8 Milliarden Dollar in neue Unternehmen, die mit dem Anspruch im Markt unterwegs sind, diesen aufzumischen.  

Eines dieser neuen Unternehmen ist Vinlivt. Die Münchener wollen mit einer App an den Start gehen, über die deren Nutzer sparen, investieren sowie ihren Versicherungsschutz optimieren können. 700.000 Euro haben die beiden Gründer, Uwe Lätsch und Dariusz Borowski, dafür von Investoren eingesammelt. Die Gründer haben eine gemeinsame Vorgeschichte – schließlich haben beide in der Vergangenheit beim Vergleichsportal Check24 gearbeitet. Während Lätsch bei Check24 als Experte für Produktentwicklung tätig war, arbeitete Borowski beim Münchener FinTech-Riesen als Softwareentwickler.  

Grundlage ihrer Geschäftsidee ist die Tatsache, dass viele Deutsche neben der gesetzlichen Rente keinerlei finanzielle Vorsorgemaßnahmen für den eigenen Ruhestand treffen. „Jeder 6. Deutsche hat für seine Rente nicht vorgesorgt, unter den Wenigverdienern ist es jeder 4. Diese Zahlen schocken – und es stellt sich die Frage: Wie können wir das Problem ,Rentenlücke‘ lösen“, lässt sich Lätsch in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitieren.  

Eigene App für Makler geplant

Noch ist die App in der Entwicklung, so dass man nur auf die Aussagen der Entwickler zurückgreifen kann. Diesen zufolge soll die App Nutzern helfen, ihre eigene Finanzsituation besser zu verstehen, aber sie auch bei der Vermögensbildung beziehungsweise Altersvorsorge unterstützen. Zudem sollen die App-User regelmäßig Vorsorgetipps über die App erhalten, die aus der Überprüfung der Vertrags- sowie Lebenssituation des jeweiligen Users resultieren. Über einen integrierten Messenger-Dienst soll es den Usern dann ermöglicht werden, mit Finanzberatern über diese Hinweise und Tipps zu sprechen.  

Neben der Endkunden-App arbeite man zugleich auch noch an einer B2B-Softwarelösung für Makler, teilt Borowski mit. „Für sie wird eine Plattform erschaffen, um bessere Kundenbeziehungen und mehr Kontaktpunkte zum Kunden zu schaffen“, so Borowski.

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