350 Euro für E-Auto-Besitzer: Versicherer kooperieren mit THG-Quoten-Vermittlern

Martin Thaler Versicherungen Berater

Seit Anfang des Jahres können E-Auto-Besitzer mit Verschmutzungsrechten handeln und Prämien kassieren. Erste Versicherer greifen diese Entwicklung nun mit neuen Service-Angeboten auf.

THG-Prämie Bild: Adobe Stock/Peter Atkins

Besitzern eines E-Autos können seit Beginn dieses Jahres mit Verschmutzungsrechten handeln. Bild: Adobe Stock/Peter Atkins

Seit Anfang dieses Jahres können Besitzer eines Elektroautos nicht nur die Entwicklung der Benzinpreise entspannt beobachten, sondern können darüber hinaus auch noch eine Prämie – die sogenannte Treibhausgas- oder THG-Prämie – in Höhe von bis zu 350 Euro einkassieren.  

Ursache hierfür ist die Verpflichtung der Mineralölkonzerne, den Ausstoß von Treibhausgasen in den kommenden Jahren verstärkt einzusparen. Hierfür hat die Bundesregierung jährlich ansteigende Quoten festgelegt. Kann ein Mineralölunternehmen diese Quote nicht erfüllen, muss es entweder eine Strafe zahlen oder Verschmutzungsrechte nachkaufen – mittlerweile nicht mehr nur bei Energieversorgern, sondern eben auch bei Besitzern voll elektrisierter Fahrzeuge.  

Besitzer von E-Autos müssen jetzt aber nicht bei Shell oder Chevron mit ihren Verschmutzungsrechten hausieren gehen – stattdessen übernehmen THG-Vermittler den Aufkauf der jeweiligen Verschmutzungsrechte, um diese dann gebündelt an die Unternehmen zu verkaufen. Doch auch die Wahl des passenden THG-Vermittlers ist nicht ohne Tücken – Unterschiede gibt es nicht nur bei der Höhe der Prämie, sondern auch im Tempo ihrer Auszahlung.  

Erste Versicherer starten Angebote

„Für Privatpersonen ist es schwierig, den richtigen THG-Vermittler auszusuchen, um die bestmögliche Prämie zu erhalten“, sagt Dirk Steingröver, Vorstand der Allianz Versicherungs AG. Der Münchener Versicherer bietet nun seinen Kunden – aber auch anderen E-Auto-Fahrern – an, für diese die Abwicklung der Prämie zu übernehmen. Hierfür kooperiert der Versicherer mit dem ADAC.

Die Allianz garantiert eine Auszahlung in Höhe von 350 Euro in diesem Jahr. Die Auszahlung soll zeitnah – in der Regel innerhalb von 14 Tagen – erfolgen. Um diesen Service wahrzunehmen, müssen sich Interessierte auf der Seite der Allianz registrieren und im Anschluss noch ihren Fahrzeugschein hochladen.  

Neben der Allianz hat auch die Baloise-Tochter Friday die Vermittlung der THG-Quote als Service für ihre Kunden ins Angebot aufgenommen. Hierfür haben die Berliner eine Kooperation mit dem Berliner Vermittlerbetrieb klima-quote.de geschlossen. Auch Friday garantiert seinen Kunden eine Prämie in Höhe von 350 Euro. Die Abwicklung soll laut Pressetext sogar innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Gut möglich, dass in naher Zukunft auch andere Versicherer entsprechende Angebote aufgreifen werden.

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