12 Startups sollen Zurich fit für die Zukunft machen

Florian Burghardt Digital Versicherungen

Um die technischen Herausforderungen der Zukunft zu meistern, hat sich die Zurich zwölf Startups ins Boot geholt. Die jungen Unternehmen sollen dem Versicherer Ideen für neue Services und Produkte liefern. Auch ein Startup aus Bayern ist dabei.

Die Zurich Versicherungsgruppe hat 12 Startups ausgewählt, die ihr mit ihren Ideen helfen sollen, produkt- und service-seitig besser zu werden. Bild: Zurich

Die Zurich Versicherungsgruppe hat 12 Startups ausgewählt, die ihr mit ihren Ideen helfen sollen, produkt- und service-seitig besser zu werden. Bild: Zurich

Die internationale Zurich Versicherungsgruppe hat die Gewinner ihrer selbst initiierten Innovation Championship gekürt. Insgesamt hatten sich 2.600 junge Unternehmen bei dem Versicherer beworben. Kampagnenziel der Zurich ist es, zusammen mit den Startups neue Wege zu finden, um Neu- und Bestandskunden produkt- und service-seitig zu erreichen.

Von den über 2.000 Unternehmen aus aller Welt sind nun zwölf übriggeblieben, die sich auf die folgenden vier Kategorien verteilen:

  • Versicherung der Zukunft: Caruso, Garanteasy, Keepers.ai

  • Schadensprävention und -minderung: Adapt Ready, Binah.ai, One Concern

  • Vereinfachung: Anagog, Democrance, LISA Insurtech

  • Nachhaltigkeit: Deedster, Dynamhex, Salient

Mit Caruso aus dem bayerischen Ismaning ist auch ein deutsches Startup dabei. Das 2017 gegründete Unternehmen beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Auswertung und Nutzbarkeit von Fahrzeugdaten. Eine gute Voraussetzung zum Beispiel für die Entwicklung von Telematik-Tarifen in der Kfz-Versicherung.

In der nun beginnenden dreimonatigen Accelerator-Phase sollen die zwölf Gewinner operative Pläne für ihre Ideen ausarbeiten, von denen Zurich später einige konkret für seinen Geschäftsbetrieb umsetzen will. Unterstützen will der Versicherer die jungen Unternehmen in dieser Phase finanziell, aber auch durch Mentoring seiner eigenen Führungskräfte und Experten.

Zurich offenbar auf gutem Weg

Damit schlägt der Schweizer Versicherer offenbar genau in die richtige Kerbe. Denn eine Studie der internationalen Unternehmensberatung Bain & Company hatte dieser Tage ergeben, dass auf etablierte Versicherer in den nächsten Jahren zwar steigende Prämieneinnahmen und geringere Kosten zukommen werden. Gleichzeitig würde aber die Konkurrenz durch Techkonzerne und InsurTechs stark anwachsen mit der Gefahr, die klassischen Versicherer aus dem lukrativen Geschäft zu verdrängen. Meistern könnten die Versicherer diese Herausforderung am besten durch die Modernisierung ihrer eigenen Geschäftsmodelle und Angebote.

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