Tierversicherung: Welche Anbieter bei Maklern die Nase vorne haben

Detlef Pohl Berater Zielgruppenansprache Versicherungen Top News

Wenn Haustiere Schäden verursachen oder zum Veterinär müssen, wird es meist teuer. Versicherungen springen oft für die Kosten ein und erweisen sich als guter Türöffner zum tierlieben Kunden, berichten Makler in einer neuen Studie.

Bei Schäden durch Hunde hilft nur eine Tierhalter-Haftpflichtpolice, die in einigen Bundesländern sogar Pflicht ist, weil dort ausnahmslos alle Hunde als gefährlich eingestuft werden, selbst Pudel. Bild: Pixabay/Andres Felipe Aristizabal

Bei Schäden durch Hunde hilft nur eine Tierhalter-Haftpflichtpolice, die in einigen Bundesländern sogar Pflicht ist, weil dort ausnahmslos alle Hunde als gefährlich eingestuft werden, selbst Pudel. Bild: Pixabay/Andres Felipe Aristizabal

Die Tierliebe der Deutschen ist enorm. Inzwischen besitzen in Deutschland 47 Prozent aller Haushalte ein Haustier, schätzt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands – in der Corona-Krise kamen noch einmal Hunderttausende Hunde, Katzen, Hamster und anderen Haustiere hinzu.

Private Tierhalter haften aufgrund der Gefährlichkeit des Tieres an sich und nicht wegen eines Verschuldens. „Tiere sollten daher auch Gegenstand der Beratung sein – mindestens für die Haftpflicht“, sagt Theo Hölscher, Vorstandschef der Uelzener Allgemeine Versicherung, einem der führenden Spezialversicherer für Tiere in Deutschland. In Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gelten alle Hunde als gefährlich und der Besitzer muss daher eine Tierhalter-Haftpflichtpolice nachweisen.

Unterschied von globaler Marktlage und lokaler Bedeutung

Die Tierversicherung umfasst neben dem Thema Haftpflicht auch Operationskosten- und Krankenversicherungen. „Eine gute tierärztliche Versorgung ist den meisten Tierhaltern ebenso wichtig wie eine gute Krankenversicherung für sich selbst“, weiß Hölscher. Das Potenzial für Tierkrankenversicherungen ist enorm: 31 Prozent der befragten Vermittler haben es schon jetzt als relevant eingestuft, 45 Prozent tun es für die Zukunft, ergab die Marktstudie „Trends I/2022“ der BBG Betriebsberatung, an der sich 570 Makler und Mehrfachagenten mit einem Durchschnittsalter von 56,5 Jahren beteiligt hatten.

Bezogen auf das eigene Unternehmen fällt die Einschätzung der Makler allerdings deutlich schwächer aus. Gerade einmal 14 Prozent stufen Tierversicherungen für ihr eigenes Unternehmen aktuell als wichtig ein. Für die Zukunft bejahen das immerhin knapp 20 Prozent.

Makler sind selber sehr tierlieb

Dabei besitzen fast 60 Prozent der Vermittler selbst einen Hund, für die in 96 Prozent der Fälle eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde, und 44 Prozent eine Katze. Zusätzlich besitzen über 41 Prozent eine Tier-OP-Versicherung und 21 Prozent eine Tierkrankenversicherung.

Ihren Kunden vermitteln Makler sehr häufig Tierhalter-Haftpflichtpolicen, sagen 41 Prozent der Befragten. Knapp jeder Vierte vermittelt häufig Tier-OP-Versicherungen und elf Prozent Tierkrankenversicherungen. Im Mittelwert kommen die Befragten dabei auf 19 Abschlüsse pro Jahr bei der Tierhalter-Haftpflicht, sieben bei der Tierkranken- und neun bei der OP-Versicherung.

Seite 1: Unterschiedliche Affinität zur Tierversicherung    
Seite 2: Das sind die Favoriten der Makler